Warum Kinder eine Pause vom Sport brauchen
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Auszeit für junge Sportler: Ratschläge von einem Chirurgen
Der Sportchirurg Charles Busch-Joseph - Sportmediziner und Mannschaftsarzt der Chicago Bulls und Chicago White Sox - hat gewarnt: Eine frühe Spezialisierung, bei der ein Kind das ganze Jahr über in einer Sportart trainiert, erhöht das Risiko von Verletzungen und emotionalem Burnout. Er sagte, es sei wichtig, dass Kinder in der Junior High und High School regelmäßig "abschalten" und den Sport nicht zu einem 12-monatigen Marathon machen, zitiert MedicalXpress.
Warum das Problem so massiv geworden ist
Wie der Experte erklärt, hat sich der Kindersport in vielen Ländern seit Ende der 1990er Jahre von einem "Spiel für die Teilnahme"-Format zu einem Vereinsmodell verlagert, bei dem mehr Druck auf Ergebnisse, Fähigkeiten und Wettbewerb ausgeübt wird. Aus diesem Grund verzichten Kinder zunehmend auf den saisonalen Wechsel ihrer Aktivitäten und entscheiden sich für eine Sportart für das ganze Jahr - mit minimaler Erholung.
Welche Verletzungen am häufigsten vorkommen
Nach den Beobachtungen des Chirurgen sind "Überlastungs"-Verletzungen - wenn dieselbe Bewegung immer und immer wieder wiederholt wird - beim ganzjährigen Training auf dem Vormarsch:
der "Little League Ellenbogen" bei jungen Baseballspielern: Durch wiederholtes Werfen werden die Bänder und Sehnen des Ellenbogens überlastet, was zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und manchmal zu einer "Verklemmung" führt. In schweren Fällen sind schwerwiegende Folgen bis hin zu Deformierungen möglich.
"Little League Shoulder" (bei Baseballspielern, Tennisspielern, Turnern): Solange die Wachstumszonen nicht geschlossen sind, können wiederholte Überkopfbewegungen die Wachstumsstrukturen traumatisieren und langfristige Probleme verursachen.
Risse des vorderen Kreuzbandes (ACL): Diese Verletzung tritt häufig bei Sportarten mit Sprüngen, plötzlichen Stopps und Richtungswechseln auf - insbesondere beim Fußball und Basketball. Der Arzt stellt fest, dass solche Risse bei Mädchen häufiger vorkommen.
Burnout: Sport ist keine "Kindheit" mehr
Unabhängig davon betont der Spezialist, dass ein emotionales Burnout eine nicht minder große Gefahr darstellt als Verletzungen. Wenn das Training und die Wettkämpfe ohne Pause weitergehen, beginnt der Sport, sich wie eine Pflicht und ein Job anzufühlen.
Er nennt ein Beispiel: Einige Schülerinnen weigern sich, für die Schulmannschaft zu spielen, weil sie die Vereinsebene für "seriöser" halten, aber damit verlieren sie den sozialen Teil des Sports - das Mannschaftserlebnis, die schulischen Bindungen und "die Freude am Spiel".
Die minimale "Pause", die ein Arzt empfiehlt
Laut Bush-Joseph wird die Spezialisierung auf eine Sportart gegen Ende der Schulzeit akzeptabler, aber bis zum Alter von 14-15 Jahren ist es wichtig, dass ein Kind mindestens drei Monate im Jahr etwas anderes (eine andere Sportart/Aktivität) als seinen "Hauptsport" betreibt.
Die Rolle der Eltern: Wo sollten Grenzen gesetzt werden?
Der Arzt sagt ganz klar: Es ist die Aufgabe der Eltern, die Belastung zu kontrollieren, selbst wenn das Kind hoch motiviert ist. Es ist wichtig, das Interesse aufrechtzuerhalten, aber nicht auf Kosten der Gesundheit. Es geht darum, dem Kind zu helfen, vielseitig zu bleiben, Alternativen zu haben und in der Pubertät nicht "auszubrennen".
Wichtig: Dies ist Informationsmaterial, kein medizinischer Rat. Bei Schmerzen, chronischer Müdigkeit oder dem Verdacht auf eine Verletzung ist es besser, einen Sportmediziner zu konsultieren.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












