Warum manche Menschen an Verschwörungen glauben und andere nicht: eine neue Studie von Psychologen
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Wissenschaftler haben herausgefunden, welche Charaktereigenschaften Menschen anfällig für Verschwörungstheorien machen
Psychologen haben wichtige Persönlichkeitsmerkmale identifiziert, die die Neigung einer Person erhöhen, an Verschwörungstheorien zu glauben. Eine neue Studie , die in der Fachzeitschrift Applied Cognitive Psychology veröffentlicht wurde, ergab, dass Verschwörungsdenken am häufigsten mit einem ausgeprägten Sinn für Ungerechtigkeit und einer geringen Toleranz gegenüber Ungewissheit verbunden ist.
Die Autoren der Studie stellen fest, dass im Zeitalter der sozialen Medien und Online-Plattformen Verschwörungstheorien kein Randphänomen mehr sind und zunehmend die öffentliche Debatte und politische Entscheidungen beeinflussen. Gleichzeitig sind Fakten und wissenschaftliche Daten nicht immer in der Lage, die Verfechter solcher Ansichten zu überzeugen.
Was die Forscher untersuchten
Im Mittelpunkt der Studie stand die Idee der "verborgenen Wahrheit" - der Glaube, dass Regierungen, Unternehmen oder andere Stellen der Öffentlichkeit absichtlich wichtige Informationen vorenthalten. Die Forscher befragten 253 Personen aus mehreren Ländern und baten sie, Aussagen wie "Politiker sprechen selten über die wahren Motive hinter ihren Entscheidungen" oder "Regierungsbehörden spionieren die Bürger ständig aus" zu bewerten.
Anschließend analysierten die Forscher 14 Faktoren - von Alter und Geschlecht bis hin zu Persönlichkeitsmerkmalen - um zu sehen, welche Faktoren mit Verschwörungsdenken in Verbindung stehen. Am Ende wurden drei Schlüsselfaktoren identifiziert, die fast 20 Prozent der Neigung, an Verschwörungstheorien zu glauben, erklären.
Intoleranz gegenüber Unsicherheit
Der erste Faktor ist eine geringe Toleranz für Unsicherheit. Menschen mit dieser Eigenschaft fällt es schwer, mehrdeutige Situationen und "Grauzonen" zu akzeptieren. Sie empfinden Angst, wenn es für Ereignisse keine einfache und verständliche Erklärung gibt.
Verschwörungstheorien, so die Autoren der Studie, bieten die Illusion von Klarheit: komplexe und chaotische Vorgänge werden auf einfache Schemata mit einer klaren Unterteilung in "Schuldige" und "Opfer" reduziert.
Ein ausgeprägter Sinn für Ungerechtigkeit
Der zweite wichtige Faktor ist die Sensibilität für Ungerechtigkeit. Menschen, die davon überzeugt sind, dass die Welt ungerecht ist und jemand "die Fäden zieht", neigen eher dazu, das Geschehen durch geheime Verschwörungen zu erklären. Für sie ist die Vorstellung einer verborgenen Kontrolle psychologisch akzeptabler als die Anerkennung der Komplexität und Zufälligkeit der realen Welt.
Wer noch eher an Verschwörungen glaubt
Die Studie ergab auch, dass ausgeprägteres Verschwörungsdenken weiter verbreitet ist:
bei jungen Erwachsenen;
bei Befragten mit einem hohen Maß an Religiosität.
Gleichzeitig betonen die Autoren, dass die Stichprobe der Studie begrenzt war: Die meisten Teilnehmer waren Menschen mit höherer Bildung und Berufserfahrung.
Wie man die Verbreitung von Verschwörungstheorien bekämpfen kann
Den Forschern zufolge ist es oft unwirksam, Mythen einfach mit Fakten zu widerlegen. Ein effektiverer Ansatz könnte darin bestehen, mit den Gefühlen der Unsicherheit, der Angst und des Gefühls der Hilflosigkeit zu arbeiten, die solchen Überzeugungen zugrunde liegen.
Die Forscher glauben, dass das Verständnis der psychologischen Gründe für den Glauben an Verschwörungen helfen kann, effektivere Kommunikations- und Aufklärungsstrategien zu entwickeln.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












