Warum 'romhor' im Jahr 2025 zu einem wichtigen Filmgenre geworden ist
Traditionelle romantische Komödien verlieren an Beliebtheit - die Zuschauer entscheiden sich zunehmend für Filme, in denen sich die Liebesgeschichte als Albtraum entpuppt.
Das neue Genre, das inoffiziell Romance Horror (Romhor) genannt wird, spiegelt die Ängste wider, die mit der modernen Partnersuche, Dating-Apps und gesellschaftlichen Erwartungen verbunden sind.
Trotz der Versuche der Studios, das Genre wiederzubeleben - von Anyone But You bis Materialists - sind die meisten neuen Romcoms gescheitert, schreibt Harper's Bazaar India.
Mangelnde Chemie zwischen den Schauspielern, formelhafte Drehbücher und das völlige Fehlen von "Magie" auf der Leinwand haben moderne Liebesgeschichten fade und schnell vergessbar gemacht. Selbst bei Namen wie Julia Roberts oder Pedro Pascal hat das Publikum nicht die gleiche Begeisterung verspürt.
Vor diesem Hintergrund gewinnt der "romantische Horror" - Filme, in denen Liebe und Angst Hand in Hand gehen - schnell an Popularität. In "Companion" beginnt ein Mädchen mit künstlicher Intelligenz, sich an ihrem Freund zu rächen. In "Drop" erhält eine Witwe Drohungen, ihren Liebhaber zu töten. In "Heart Eyes" kämpft ein liebendes Paar am Valentinstag gegen einen Wahnsinnigen. Und in "Together" beginnen die Körper des Paares in einem rustikalen Haus buchstäblich zu verschmelzen - ein erschreckendes Symbol für die Verschmelzung in der Ehe.
Die Autoren solcher Filme verwenden klassische Horrortropen, um die Realität des modernen Dating zu vermitteln: Angst vor Intimität, Verrat, Gewalt, Einsamkeit. Sie erkennen - die Dating-Welt ist zu einem Schlachtfeld geworden. Aber selbst inmitten von Blut und Angst sind diese Geschichten voller Hoffnung: Nicht die Liebe ist das Böse, sondern ein äußerer Feind. Oft ist die Quelle des Schreckens nicht der Partner, sondern die Gesellschaft, die Macht oder von Menschen verursachte Katastrophen.
Filme wie Heart Eyes erinnern mit einem Augenzwinkern an klassische Liebeskomödien: Flughafenszenen, Anspielungen auf Love Actually und Crazy, Stupid, Love. Aber sie lassen auch Raum für Symbolik, unerwartete Wendungen und sogar Katharsis - denn der Bösewicht bekommt am Ende meist, was er verdient.
Kritiker sagen, dass das Genre des Romans besser an die Realitäten des 21. Jahrhunderts angepasst ist als die moralisierenden und langweiligen modernen romantischen Komödien. Es erkennt das Chaos, das Trauma und die Absurdität unserer Zeit an, lässt aber dennoch Raum für den Glauben an die wahre Liebe - wenn auch nach tödlichen Prüfungen.