Was ist der Vorteil des Rückwärtsgehens?
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Das Training des Rückwärtsgehens kann das Gleichgewicht und die Ganggeschwindigkeit verbessern und Veränderungen in der Gehirnstruktur von Menschen mit Multipler Sklerose bewirken.
Zu diesem Schluss kommen Forscher der Wayne State University (USA), die die Ergebnisse einer Pilotstudie im Journal of Neurologic Physical Therapy vorstellen.
Die Arbeit wurde von einem interdisziplinären Team von Wissenschaftlern und Studenten aus mehreren Einheiten der Universität durchgeführt, darunter das Eugene Applebaum College of Pharmacy and Health Sciences, die School of Medicine, das Institute of Gerontology und das College of Humanities and Sciences. Die Studie wurde von Dr. Nora Fritz, Professorin und Direktorin für Forschung in den Gesundheitswissenschaften und Neurowissenschaften, geleitet.
Acht Wochen ungewöhnliches Training
Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob das Rückwärtsgehen - auf einem Laufband und auf einem herkömmlichen Untergrund - die Mobilität und Stabilität verbessern und das Sturzrisiko bei Patienten mit Multipler Sklerose verringern kann. Die Teilnehmer nahmen acht Wochen lang an einem speziellen Trainingsprogramm teil.
Laut Nora Fritz konnten die meisten Teilnehmer messbare Verbesserungen feststellen:
die Haltungsstabilität verbesserte sich,
erhöhte Gehgeschwindigkeit,
verbesserte Bewegungskontrolle.
"Die Ergebnisse dieser Pilotstudie zeigen, dass das Gehen von hinten nach vorne positive körperliche Anpassungen auslösen kann", so Fritz.
Veränderungen in der weißen Substanz des Gehirns
Zusätzlich zu den funktionellen Indikatoren untersuchten die Wissenschaftler auch strukturelle Veränderungen im Gehirn. Mithilfe von Neuroimaging erfassten sie Veränderungen in der weißen Substanz in drei Bereichen, die mit Bewegung und Gleichgewicht zu tun haben:
dem Corpus callosum,
den oberen Kleinhirnstiel,
den kortikospinalen Trakt.
Den Autoren zufolge könnten diese Veränderungen auf Neuroplastizität hindeuten - die Fähigkeit des Gehirns, sich als Reaktion auf Bewegung neu zu verdrahten und anzupassen, selbst bei chronischen neurologischen Erkrankungen.
"Die Ergebnisse dieser kleinen Studie deuten darauf hin, dass eine solche Therapie die Neuroplastizität in den für das Gleichgewicht zuständigen Bereichen des Gehirns stimulieren könnte", erklärt Fritz.
Ein Schritt zu neuen Methoden der Rehabilitation
Die Autoren betonen, dass es sich bei der Studie um eine Pilotstudie handelt und größere klinische Studien erforderlich sind, um die Wirksamkeit der Methode zu bestätigen. Dennoch weisen die Ergebnisse auf das Potenzial eines neuen, relativ einfachen Rehabilitationsansatzes für Patienten mit Multipler Sklerose hin, die im Laufe der Zeit häufig Gang- und Koordinationsprobleme entwickeln.
Der nächste Schritt wird die Durchführung einer großen Studie sein, um festzustellen, ob diese Art der Therapie für eine größere Gruppe von Patienten nützlich sein könnte.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












