Wie China HEA, traditionelle Medizin und Alkohol vermischt
Was junge Menschen in China "diagnostizieren": ein neuer Trend zu Stress und Recycling
In China gewinnt ein neuer Trend an Popularität, den die jungen Leute selbst als "Punk-Wellness " bezeichnen - das ist, wenn man vom Stress lebt, lange aufbleibt, isst, was man kann, aber gleichzeitig versucht, auf schnelle Weise "gesund" zu werden. Eines der auffälligsten Beispiele sind TCM-Bars (Bars mit Elementen der traditionellen chinesischen Medizin), die in verschiedenen Städten eröffnet werden.
In einer solchen Bar in Shanghai - Niang Qing - beginnt alles wie in einer Arztpraxis: Der Besucher lässt seinen Puls an den Handgelenken messen, woraufhin ihm ein TCM-Spezialist sagt, was mit seinem Körper "nicht stimmt". Und dann macht der Barmann den Cocktail "wie verschrieben " - er fügt dem Getränk Kräuter und Wurzeln hinzu, die normalerweise in traditionellen Rezepten verwendet werden. In der Einrichtung stehen Kisten mit Zutaten wie Gojibeeren und Angelikawurzeln anstelle der üblichen Regale mit Alkohol und der Raum riecht wie eine Apotheke.
eine 26-jährige Besucherin beschreibt es so: Sie hat immer noch Lust auf einen Drink nach der Arbeit, aber hier fühlt es sich an, als hätte man "seine Gesundheit überprüft" und gleichzeitig ein wenig "Hoffnung auf das Beste" geschöpft. Der Arzt, der in der Bar arbeitet, betont, dass es sich nicht um ein Heilmittel handelt, sondern eher um eine Möglichkeit, die Menschen an ihre Gesundheit zu erinnern. Er fügt hinzu, dass die Mischung von Alkohol und Kräutern in der TCM keine neue Idee ist: Früher gab es das Konzept des "medizinischen Weins".
Warum setzt sich das durch? Sie bringen den Trend mit dem Druck in Verbindung, der auf jungen Menschen lastet: Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt, "996" -inspiriertes Recycling (9 bis 21 Uhr an sechs Tagen in der Woche) und ein Gefühl der chronischen Müdigkeit. In dem Artikel wird auch eine Umfrage erwähnt, bei der mehr als 60 Prozent der jungen Menschen ihren Zustand als "nicht sehr gut" bezeichneten.
Die Macher von Niang Qing - Studenten der Universität für Traditionelle Medizin - sagen, dass junge Menschen an allem "Traditionellen" interessiert sind, aber konventionelle Formate langweilig finden. Also haben sie einen Einstieg in die TCM-Kultur durch Unterhaltung und Geselligkeit geschaffen. Die Bar wurde kürzlich eröffnet und hat sich bereits auf mehrere Standorte ausgeweitet.
Experten stellen fest, dass solche Orte als "Brücke" zwischen den sozialen Netzwerken und dem wirklichen Leben fungieren: Die Menschen kommen nicht nur, um etwas zu trinken, sondern auch, um soziale Erfahrungen zu machen und Emotionen abzubauen - und das ist in der Tat nicht nur in China ein Problem.