Wie die Ernährung das Risiko für rheumatoide Arthritis beeinflusst: unerwartete Erkenntnisse von Wissenschaftlern
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Mäßiger Alkoholkonsum und ein höherer Anteil an Obst, fettem Fisch und Getreide in der Ernährung können das Risiko für rheumatoide Arthritis verringern, während Tee und Kaffee es erhöhen können.
Eine neue Studie, die in der Zeitschrift Nutrients veröffentlicht wurde, hat herausgefunden, dass mäßiger Alkoholkonsum sowie der Verzehr von Obst, öligem Fisch und Getreide das Risiko, an rheumatoider Arthritis zu erkranken, verringern kann. Gleichzeitig kann ein erhöhter Konsum von Tee und Kaffee dieses Risiko erhöhen.
Ein Team von Wissenschaftlern der Universität Leeds führte eine systematische Überprüfung von 30 Studien durch, an denen fast 10.000 Menschen mit rheumatoider Arthritis teilnahmen. Sie untersuchten den Zusammenhang zwischen 32 verschiedenen Lebensmittel-, Getränke- und Nährstoffgruppen und der Wahrscheinlichkeit, die Krankheit zu entwickeln.
Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:
Lebensmittel, die das Risiko einer Arthritis verringern:
- Fetter Fisch und Vitamin D: Haben eine potenziell schützende Wirkung, aber nur, wenn sie in Maßen verzehrt werden. Ein übermäßiger Verzehr verstärkt diese Wirkung nicht.
- Obst und Getreide: Ein erhöhter Verzehr ist mit einem geringeren Risiko für rheumatoide Arthritis verbunden.
- Mäßiger Alkoholkonsum (vor allem Bier): Ein Konsum von zwei Einheiten Alkohol pro Woche (entspricht einem Becher Bier oder einem Glas Wein) wird mit einer 4 %igen Verringerung des Risikos in Verbindung gebracht. Bei mehr als 7,5 Einheiten Alkohol pro Woche verschwindet der schützende Effekt jedoch.
Lebensmittel, die das Risiko für Arthritis erhöhen:
- Tee: Jede zusätzliche Tasse pro Tag erhöht das Risiko um 4%. Allerdings ist das Ausgangsrisiko durch den Teekonsum gering, so dass der Anstieg selbst dann gering bleibt.
- Kaffee: Auch hier wurde ein Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko festgestellt, allerdings weniger ausgeprägt als beim Tee.
Die Forscher betonen, dass pauschale Empfehlungen für eine gesunde Ernährung möglicherweise nicht wirksam genug sind, um rheumatoide Arthritis zu verhindern. Sie plädieren für einen individuelleren Ansatz, der die besonderen Bedürfnisse und Eigenschaften jedes Einzelnen berücksichtigt.
Professor Janet Cade von der School of Food Science and Nutrition an der Universität von Leeds sagte: "Die Ergebnisse sind ermutigend. Durch den Verzehr von mehr Lebensmitteln wie fettem Fisch, Getreide, Gemüse und Vitamin D können die Menschen ihr Risiko verringern, diese schmerzhafte und schwächende Krankheit zu entwickeln."
Praktische Ratschläge:
- Nehmen Sie fetten Fisch in Ihre Ernährung auf: Lachs, Makrele und Hering sind reich an Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D.
- Essen Sie mehr Getreide und Obst: Dies fördert die allgemeine Gesundheit und verringert das Risiko von Entzündungen.
- Trinken Sie Alkohol in Maßen: Kleine Mengen können vorteilhaft sein, aber übermäßiger Konsum birgt Risiken.
- Schränken Sie den Konsum von Tee und Kaffee ein: Sie haben zwar ihren Nutzen, aber es ist wichtig, dass Sie mäßige Dosen nicht überschreiten.
Rheumatoide Arthritis ist eine häufige Autoimmunerkrankung, die die Lebensqualität vieler Menschen beeinträchtigt. Obwohl noch mehr Forschung nötig ist, um die Mechanismen vollständig zu verstehen, mit denen die Ernährung die Entwicklung dieser Krankheit beeinflusst, ist bereits klar, dass bestimmte Ernährungsgewohnheiten eine wichtige Rolle spielen können. Ein personalisierter Ansatz bei der Ernährung und eine bewusste Auswahl von Lebensmitteln können wichtige Schritte bei der Prävention von rheumatoider Arthritis sein.
Details: Yuanyuan Dong et al, Dose-Response Associations Between Diet and Risk of Rheumatoid Arthritis: A Meta-Analysis of Prospective Cohort Studies, Nutrients (2024). DOI: 10.3390/nu16234050
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.











