Wie Robben ihr Leben für Nahrung riskieren - Wissenschaftler finden es heraus
Normalerweise versuchen Robben, sich von Eisbären fernzuhalten. Aber eine neue Studie hat herausgefunden, dass sie, wenn es in der Gefahrenzone mehr Nahrung gibt, bereit sind, ein Risiko einzugehen - selbst wenn es sie das Leben kosten könnte.
Die Wissenschaftler verfolgten die Bewegungen von 26 Ringelrobben und 39 Eisbären in der östlichen Hudson Bay mithilfe von GPS-Sensoren und Tauchdaten.
Im Allgemeinen neigen die Robben dazu, Gebiete zu meiden, in denen sich Raubtiere aufhalten. In solchen Gebieten bewegen sie sich schneller und verbringen weniger Zeit unter Wasser.
Das Verhalten ändert sich jedoch, wenn es in denselben Gebieten mehr Nahrung gibt. In diesem Fall tauchen die Robben länger und halten sich auch in Gebieten auf, in denen das Risiko, auf einen Bären zu treffen, weiterhin hoch ist.
Details
Die Wissenschaftler führen dies auf den "Portfolio-Effekt" zurück, eine Strategie, bei der die Tiere eine größere Vielfalt an Nahrungsquellen auswählen, um ihre Überlebenschancen zu erhöhen.
"Robben legen nicht alle Fische in einen Korb."
Der Klimawandel hat noch eine weitere Auswirkung. Das schmelzende Eis verändert die Verteilung der Fische und verengt den Lebensraum, was dazu führt, dass sich die Bären immer häufiger in denselben Gebieten aufhalten. Dies erhöht das Risiko für Robben.
Infolgedessen müssen die Tiere zunehmend zwischen Sicherheit und Zugang zu einer Vielzahl von Nahrungsmitteln wählen.
Warum das wichtig ist
Die Forschung ist wichtig für:
- ökologen und Naturschützer
- die Vorhersage von Veränderungen in der Arktis
- die Entwicklung von Maßnahmen zur Erhaltung der Populationen
Die Wissenschaftler stellen fest, dass nicht nur die Verteilung der Tiere, sondern auch ihr Verhalten - einschließlich ihrer Bereitschaft, für Nahrung Risiken einzugehen - berücksichtigt werden muss.
Hintergrund
Bisher wurde angenommen, dass Robben in erster Linie Raubtiere meiden. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass ihr Verhalten viel komplexer ist und von der Verfügbarkeit von Ressourcen abhängt.
Quelle
Die Arbeit ist in der Zeitschrift Ecology Letters veröffentlicht.