Wissenschaftler aus Glasgow haben eine besondere Hautreaktion bei jungen Menschen mit einer Vorgeschichte von Selbstmedikation festgestellt
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Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben ein biologisches "Alarmsignal" bei jungen Menschen gefunden, die sich selbst verletzen.
Eine Studie der Universität Glasgow , die in Nature Mental Health veröffentlicht wurde, hat ergeben, dass die Haut dieser Teenager anders auf Stress reagiert als die Haut von Menschen, die sich nie selbst verletzt haben.
Selbstverletzung ist ein großes und wachsendes Problem. Man schätzt, dass bis zu einem von sechs Teenagern mindestens einmal in seinem Leben absichtlich Selbstverletzungen begangen hat. Sie gilt als einer der stärksten Prädiktoren für das Suizidrisiko. Doch bis vor kurzem wussten Wissenschaftler nur wenig über die biologischen Prozesse, die bei diesem Verhalten eine Rolle spielen.
Das Team von Professor Rory O'Connor beschloss, die Reaktion des Körpers zu untersuchen. Sie maßen die elektrodermale Aktivität (EDA) - wie die Haut Elektrizität leitet. Wenn sie ruhig ist, ist die Leitfähigkeit geringer, wenn sie gestresst oder ängstlich ist, ist sie höher. Dies wird seit langem als Indikator für emotionalen Stress verwendet.
An der Studie nahmen junge Menschen im Alter von 16-25 Jahren teil. Sie wurden in drei Gruppen eingeteilt:
- diejenigen, die sich noch nie selbst geschädigt hatten,
- diejenigen, die mit dem Gedanken gespielt hatten, sich selbst zu verletzen,
- und diejenigen, die sich bereits selbst geschädigt hatten.
Den Teilnehmern wurden verschiedene Aufgaben gestellt - sich wiederholende Geräusche, eine stressige Aufgabe und emotionale Bilder - und die Wissenschaftler maßen parallel dazu die Hautreaktionen.
Das Ergebnis war alarmierend: Diejenigen, die tatsächlich Selbstverletzungen praktizierten, zeigten selbst auf neutrale Reize stärkere Hautreaktionen, ganz zu schweigen von stressigen Reizen. Mit anderen Worten, es war, als ob ihre Körper in einem "ständigen Alarmmodus" lebten, in dem das emotionale System schneller als andere ausgelöst wurde. Unter diesen Bedingungen kann jeder zusätzliche Stress der letzte Strohhalm sein - und die Selbstverletzung wird zu einer Möglichkeit, den inneren Druck schnell abzubauen.
Die Forscher glauben, dass diese Entdeckung dazu beiträgt, zu verstehen, warum einige junge Menschen sich darauf beschränken, über Selbstverletzung nachzudenken, während andere zur Tat schreiten. Die besondere Hautreaktion könnte als biologischer Marker für eine erhöhte Verletzlichkeit dienen.
Die Wissenschaftler betonen, dass Selbstverletzungen das Ergebnis einer Kombination vieler Faktoren sind: sozial, psychologisch, kulturell und biologisch. Aber das Wissen um solche Marker wird dazu beitragen, diejenigen, die besonders gefährdet sind, früher zu identifizieren und rechtzeitig Hilfe anzubieten, einschließlich Programmen zur Emotions- und Stressbewältigung.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












