Wissenschaftler: Der Tyrannosaurus ging auf seinen Zehen
Tyrannosaurus rex wird oft als schweres, "stampfendes" Tier dargestellt, das seinen Fuß fast vollständig auf den Boden setzt - wie ein Bär oder ein Mensch.
Doch eine neue Studie legt das Gegenteil nahe: T. rex ging und lief wahrscheinlich "auf den Zehen", d.h. er verlagerte den größten Teil seines Gewichts auf seine Zehen, wie es moderne Vögel tun.
Das Team, das von Experten des College of the Atlantic (USA) geleitet wurde, untersuchte die Beine und Füße von vier gut erhaltenen Skeletten von T. rex. Die Wissenschaftler nahmen genaue Messungen des Schienbeins und der Fußknochen vor und testeten dann Computermodelle von Geschwindigkeit und Schrittlänge.
Die Forscher modellierten dann drei Möglichkeiten, wie der Fuß den Boden berührt haben könnte:
abstützung auf dem Fußrücken,
unterstützung des Mittelfußes,
die Zehen (im Wesentlichen "Zehen").
Um zu sehen, welche Version realistischer ist, wurden die Ergebnisse mit Bewegungsdaten von Menschen und Straußen verglichen und auch fossile Fußabdrücke von Tyrannosauriern einbezogen. Bei den Abdrücken befanden sich die tiefsten Stellen - wo der Druck am größten war - häufiger an den Fingern. Dies war eines der Argumente, die für das Zehenspitzengehen sprachen.
Nach den Berechnungen der Autoren könnte diese Art der Fortbewegung für einen schnellen Schritt günstiger sein: Sie ermöglichte es, mehr Schritte in der gleichen Zeit zu machen. Infolgedessen könnte die Höchstgeschwindigkeit von T. rex etwa 20 Prozent höher sein, als wenn er sich "auf dem vollen Fuß" bewegte.
Die Forscher schätzen, dass Tyrannosaurus eine Geschwindigkeit von etwa 5-11 Metern pro Sekunde (etwa 18-40 km / h) erreichen konnte, und der Gang selbst war näher am "Vogel". Zur gleichen Zeit für die Stabilität eines riesigen Tieres, wahrscheinlich half nicht nur die Technik der Schritt, sondern auch die Haltung: T. rex, so die Autoren, bewegte sich leicht geduckt, machen schnelle, häufige Schritte, und die Beine funktionierten als Stoßdämpfer - es könnte helfen, das Gleichgewicht zu halten, auch auf unebenen Flächen.
Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, könnte dies die Art und Weise beeinflussen, wie Tyrannosaurus in Museen, Dokumentationen und Filmen dargestellt wird: Statt eines schweren, "flachen" Fußes hat er einen leichteren und federnden Fuß, bei dem die Zehen im Vordergrund stehen.