Wissenschaftler haben die "optimale Schwelle" für sportliche Anstrengung gefunden
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Das Geheimnis der Langlebigkeit ist nicht stundenlanger Sport, sondern Abwechslung?
Regelmäßig verschiedene Arten von körperlicher Aktivität zu betreiben, kann das Leben wirksamer verlängern als "mehr vom Gleichen", so eine im BMJ Medicine veröffentlichte Studie. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Abwechslung mit einem geringeren Sterberisiko verbunden ist, unabhängig von der Gesamtbelastung, obwohl ein aktiver Lebensstil an sich immer noch wichtig ist.
Die Arbeit basiert auf den Daten der beiden größten langfristigen US-Kohorten mit wiederholten Bewertungen der Aktivität über mehr als 30 Jahre: der Nurses' Health Study (121.700 Frauen) und der Health Professionals Follow-Up Study (51.529 Männer). Die Teilnehmer füllten regelmäßig Fragebögen zu ihrer Gesundheit und ihren Gewohnheiten aus und gaben an, wie viel Zeit sie pro Woche mit verschiedenen Arten von Aktivität verbrachten - von Gehen und Laufen bis hin zu Schwimmen, Tennis und Krafttraining.
Um die "Belastung" der verschiedenen Aktivitäten zu vergleichen, verwendeten die Forscher den MET-Wert (metabolisches Äquivalent): Die Aktivitätszeit (Stunden pro Woche) wurde mit dem MET-Wert multipliziert. Mehr als 111.000 Personen wurden in die Analyse der Gesamtaktivität einbezogen, und die Vielfalt wurde danach beurteilt, wie viele verschiedene Arten von Aktivitäten eine Person ausübte (bis zu einer maximal zweistelligen Anzahl von Aktivitäten, je nach Kohorte).
Was die Ergebnisse zeigen
Während des Nachbeobachtungszeitraums starben 38.847 Teilnehmer; ein Teil der Todesfälle war auf kardiovaskuläre Ursachen, Krebs und Erkrankungen der Atemwege zurückzuführen. Und fast alle individuellen Freizeitaktivitäten (mit Ausnahme des Schwimmens) waren mit einem verringerten Sterberisiko aus jeglicher Ursache verbunden.
Das wichtigste Ergebnis ist jedoch, dass sich die Beziehung als nicht linear herausstellte. Mit zunehmender Gesamtaktivität verringerte sich das Sterberisiko, aber nach Erreichen von etwa 20 MET-Stunden pro Woche flachte der Effekt ab, was auf eine mögliche optimale Schwelle hinweist: Es ist nicht immer sinnvoll, die Aktivität über diese Schwelle hinaus zu steigern.
Unabhängig davon verglichen die Forscher Menschen mit einem unterschiedlichen "Mix" an Aktivitäten. Nach Bereinigung der Gesamtaktivität hatten diejenigen, die das breiteste Spektrum an Übungen ausübten, ein um etwa 19 Prozent geringeres Sterberisiko als diejenigen, die eine monotone Aktivität ausübten. Auch bei den Todesursachen (Herz-Kreislauf, Krebs, Atemwege und andere) war das Risiko geringer - die Bandbreite der Auswirkungen war größer als bei der Gesamtsterblichkeit.
Einschränkungen
Die Autoren betonen, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, die also keinen Kausalitätsnachweis erbringen kann. Darüber hinaus wurden die Aktivitätsdaten selbst erhoben und die Stichprobe bestand überwiegend aus weißen Teilnehmern, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Gruppen einschränken könnte.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












