Wissenschaftler haben herausgefunden: 10 Minuten intensive Bewegung können die Entwicklung von Darmkrebs verlangsamen

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Darmkrebs kann durch Sport "überlistet" werden: Entdeckung britischer Forscher
Pixabay/CC0 Public Domain
22:00, 05.01.2026

10 Minuten Sport lösen DNA-Abwehrkräfte gegen Krebs aus



Schon 10 Minuten intensiver körperlicher Betätigung können im Körper Mechanismen auslösen, die das Wachstum von Darmkrebs hemmen und die Reparatur von geschädigter DNA beschleunigen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität von Newcastle.

Die Ergebnisse der Studie wurden im International Journal of Cancer veröffentlicht und liefern eine neue Erklärung dafür, wie körperliche Aktivität das Krebsrisiko reduziert - auf molekularer Ebene.

Was im Körper während einer kurzen Trainingseinheit passiert

Die Studie ergab, dass selbst kurze, aber intensive sportliche Betätigung schnelle Veränderungen in der Zusammensetzung des Blutes bewirkt. Nach einem Training steigt die Konzentration bioaktiver Moleküle im Blut, die mit folgenden Faktoren in Verbindung gebracht werden:

  • die Verringerung von Entzündungen,

  • einer verbesserten Gefäßfunktion,

  • energiestoffwechsel.

Als diese Moleküle im Labor auf Dickdarmkrebszellen aufgebracht wurden, veränderte sich die Aktivität von über 1300 Genen, darunter Gene, die für Folgendes verantwortlich sind

  • dNA-Reparatur,

  • die Energieproduktion,

  • tumorzellwachstum und Aggressivität.

Warum dies für den Kampf gegen Krebs wichtig ist

Laut dem Leiter der Studie, Dr. Sam Orange, wirkt Bewegung nicht nur auf gesundes Gewebe:

"Bewegung sendet starke Signale durch den Blutkreislauf, die sich direkt auf Tausende von Genen in Krebszellen auswirken."

Die Wissenschaftler haben dokumentiert:

  • aktivierung von Genen, die die Mitochondrien (zelluläre "Energiestationen") verbessern;

  • deaktivierung von Genen, die für eine schnelle Zellteilung verantwortlich sind;

  • stärkung der DNA-Reparaturprozesse, einschließlich der Aktivierung des Schlüsselgens PNKP.

All dies macht das Umfeld für das Tumorwachstum weniger günstig.

Wie die Studie durchgeführt wurde

An dem Experiment nahmen 30 Freiwillige im Alter von 50 bis 78 Jahren teil - alle übergewichtig oder fettleibig (ein bekannter Krebsrisikofaktor), aber ohne chronische Krankheiten.

Die Teilnehmer absolvierten ein 10-minütiges intensives Fahrradtraining, nach dem die Wissenschaftler Blutproben analysierten. Es wurden 249 Proteine untersucht, von denen 13 nach dem Training signifikant anst iegen, darunter Interleukin-6 (IL-6), ein Protein, das an der Reparatur geschädigter Zellen beteiligt ist.

Schon ein einziges Training macht einen Unterschied

Die Forscher betonen: Die Auswirkungen treten bereits nach einer einzigen Trainingseinheit auf.

"Ein kurzes Training sendet bereits starke Signale an den Körper. Jeder Schritt und jede Trainingseinheit macht wirklich einen Unterschied", so Dr. Orange.

Kontext: Warum es wichtig ist

Darmkrebs ist die vierthäufigste Krebsart in Großbritannien. Alle 12 Minuten wird dort ein neuer Fall der Krankheit diagnostiziert, und alle 30 Minuten stirbt ein Mensch daran.

Experten schätzen, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Darmkrebsrisiko um etwa 20 Prozent senkt - und dazu müssen Sie kein Profisportler sein: Spazierengehen, Radfahren, Haus- oder Gartenarbeit reichen aus.

Was kommt als Nächstes?

Für die Zukunft planen die Wissenschaftler zu untersuchen:

  • ob regelmäßige körperliche Aktivität eine langfristige Wirkung hat;

  • wie körperliche Aktivität mit Chemo- und Strahlentherapie zusammenwirkt;

  • ob es möglich ist, Medikamente zu entwickeln, die den 'Trainingseffekt' nachahmen.

Mykola Potyka

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.

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