Wissenschaftler haben herausgefunden, was das Geheimnis der besten Fußballer ist
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Eine neue Studie von Wissenschaftlern des Karolinska-Instituts (Schweden) hat gezeigt, dass der Schlüssel zu einem erfolgreichen Fußballspiel nicht nur in der körperlichen Fitness und der Technik liegt, sondern auch in der Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen, mehrere Spielzüge vorauszuplanen und... nicht immer einer Meinung mit anderen zu sein.
Die Arbeit, die in Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, basiert auf einer Analyse der Daten von 204 Spielern der brasilianischen und schwedischen Spitzenligen sowie von 124 Freiwilligen aus der Allgemeinbevölkerung.
Quelle: Leonardo Bonetti et al, "Decoding the elite soccer player's psychological profile", PNAS (2025). DOI: 10.1073/pnas.2415126122
Mentale Flexibilität und schnelle Anpassung
Forscher haben sich auf die so genannten "exekutiven Funktionen" des Gehirns konzentriert: die Fähigkeit, unangemessene Handlungen zu unterdrücken, zwischen Aufgaben zu wechseln und Impulse zu kontrollieren. Für Verteidiger ist es zum Beispiel wichtig, sofort zu reagieren, wenn ein Gegner plötzlich die Richtung ändert. Und wie sich herausstellte, erzielen Profifußballer hier deutlich bessere Ergebnisse als Menschen, die weit vom Profisport entfernt sind.
Persönlichkeitsmerkmale
Neben den kognitiven Fähigkeiten unterscheiden sich Fußballspieler und Amateursportler auch in einer Reihe von Persönlichkeitsmerkmalen. Anhand des Big Five-Modells (Extraversion, Gewissenhaftigkeit, Offenheit für Neues, Freundlichkeit, Neurotizismus) fanden die Forscher heraus:
- Spitzensportler haben eine ausgeprägtere Extraversion, Offenheit und Gewissenhaftigkeit.
- Gleichzeitig sind sie weniger wohlwollend und neigen weniger zu Angstzuständen (d.h. sie haben einen geringeren Neurotizismus).
Die Wissenschaftler waren besonders überrascht, als sie feststellten, dass sich "Unnachgiebigkeit" in Verbindung mit Disziplin und Ausdauer positiv auf die sportliche Leistung auswirken kann. Es scheint, dass Spieler, die nicht übermäßig von der Meinung anderer abhängig sind und bereit sind, durchzuhalten, ihre Ziele besser erreichen.
Künstliche Intelligenz im Sport
Um die Ergebnisse zu verifizieren, wendete das Team eine künstliche neuronale Netzwerkmethode an. Der Algorithmus unterschied mit einer Genauigkeit von 97 Prozent zwischen einem Elitespieler und einem Spieler ohne Profifußballerfahrung, und zwar nur anhand von kognitiven und Persönlichkeitsprofilen.
Auswirkungen auf die Teamauswahl
Laut Predrag Petrovic, einem der Autoren, können diese Erkenntnisse den Vereinen bei der Auswahl vielversprechender Spieler helfen. Normalerweise werden im Jugendfußball Größe, Kraft und Schnelligkeit als Hauptkriterien angesehen, wodurch unterdimensionierte Talente (ich denke da an Messi und Iniesta) Gefahr laufen, nicht berücksichtigt zu werden. Die neuen Daten sprechen für eine umfassende Beurteilung: Um einen zukünftigen Star zu finden, lohnt es sich, auf "Schlagfertigkeit" und bestimmte Charaktereigenschaften zu achten, nicht nur auf körperliche Indikatoren.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












