Wissenschaftler haben herausgefunden, wie der Charakter das Flirten beeinflusst

Beim Flirten geht es nicht nur um Niedlichkeit und Romantik.

Eine neue Studie hat herausgefunden: Flirtmotive können je nach Persönlichkeitsmerkmalen stark variieren, und Menschen mit der sogenannten "dunklen Triade" flirten eher, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Psychologen untersuchten, wie die Merkmale der "dunklen Triade" (Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie) und der "hellen Triade" (Glaube an die Menschheit, Humanismus und Kantianismus) mit zwei wichtigen Arten von Motiven zusammenhängen: beziehungsorientiert(Flirten, um eine Beziehung zu beginnen oder zu stärken) und instrumentell (Flirten, um ein Ziel zu erreichen oder Ressourcen zu gewinnen).

An der Studie nahmen 955 'Triaden' teil : Jeder Hauptteilnehmer beantwortete Fragen über sein Flirten und bezog außerdem zwei Informanten (z.B. Freunde oder Bekannte) ein, die sein Verhalten von außen beurteilten. Dieser Ansatz ist notwendig, um Verzerrungen bei der Selbsteinschätzung und eine "Verschönerung" der Antworten zu vermeiden.

Die wichtigste Schlussfolgerung ist, dass selbst dann, wenn die Forscher die Häufigkeit des Flirtens und die "Fähigkeit zu flirten" separat berücksichtigten , stärker ausgeprägte Züge der dunklen Triade mit einer häufigeren Wahl instrumenteller Motive verbunden waren - d.h. Flirten "um der Ergebnisse willen". Währenddessen sagten die Merkmale der hellen Triade im Allgemeinen kaum spezifische Motive voraus.

Die Autoren betonen, dass die Auswirkungen im Durchschnitt nicht sehr groß sind, aber ein nützliches Muster zeigen: Flirten ist möglicherweise nicht nur ein soziales Signal, sondern auch ein "Verhaltensinstrument", das individuelle Persönlichkeitsunterschiede widerspiegelt.

Zur Erinnerung: Die 'Dunkle Triade' sind drei Persönlichkeitsmerkmale, die in der Psychologie oft zusammen betrachtet werden, weil sie mit einem manipulativen, kalten und egozentrischen Verhaltensstil in Verbindung gebracht werden:

  1. Narzissmus
    Eine Tendenz zur Selbstherrlichkeit, ein Bedürfnis nach Bewunderung und ein Gefühl der Besonderheit. Kann sich als Wunsch nach Aufmerksamkeit und Status äußern.

  2. Machiavellismus
    Die Einstellung "der Zweck heiligt die Mittel": berechnend, Tendenz zur Manipulation von Menschen, Zynismus, pragmatische Einstellung zur Moral.

  3. Psychopathie (im Kontext von Persönlichkeitsmerkmalen, nicht als Diagnose)
    Geringes Einfühlungsvermögen, emotionale Kälte, Impulsivität, Neigung, Risiken einzugehen und die Konsequenzen für andere zu ignorieren.

die "leichte Triade" ist eine Reihe von drei "positiven" Persönlichkeitsmerkmalen, die die Tendenz einer Person beschreiben, andere zu respektieren, wohlwollend zu sein und das Gute im Menschen zu sehen. Sie umfasst in der Regel:

  1. Kantianismus
    Die Gewohnheit, Menschen als Ziel und nicht als "Werkzeug" zu behandeln. Einfacher: andere nicht für den eigenen Vorteil ausnutzen, Grenzen respektieren.

  2. Humanismus
    Die Überzeugung, dass Menschen im Allgemeinen des Respekts und der Fürsorge würdig sind. Es geht um Einfühlungsvermögen, Mitgefühl und Akzeptanz.

  3. Glaube an die Menschlichkeit
    Die Tendenz zu glauben, dass die meisten Menschen im Allgemeinen gut und vertrauenswürdig sind und das Richtige tun können.