Yoga ist gut für Sie, aber nicht für Ihre Blutgefäße: Ratschläge für Menschen 40+
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Yoga ist wohltuend, aber nicht so, wie man gemeinhin denkt.
Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Advances in Integrative Medicine veröffentlicht wurde, stellt die weit verbreitete Meinung in Frage, dass Yoga für die Gefäßgesundheit ebenso wirksam ist wie klassische Bewegung.
Ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Leena David von der Universität von Sharjah analysierte mehrere Studien - darunter auch randomisierte und Crossover-Studien - um die Auswirkungen von Yoga und anderen Arten von Bewegung auf die Gefäßfunktion bei sitzenden Menschen zu vergleichen.
Die Gefäßfunktion ist die Fähigkeit der Blutgefäße, das Gewebe effizient mit Blut zu versorgen. Bei einer sitzenden Lebensweise ist diese Fähigkeit beeinträchtigt, was das Risiko von Bluthochdruck, Gefäßverstopfungen und Blutgerinnseln erhöht.
Yoga vs. Bewegung
Dr. David verglich die Blutgefäße mit flexiblen Gartenschläuchen: "Wenn sie an Flexibilität verlieren, steigt das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten. Unsere Analyse zeigt, dass traditionelles Training diese Flexibilität zuverlässig aufrechterhält, Yoga dagegen nicht immer."
Den Wissenschaftlern zufolge ist der Unterschied in der Wirksamkeit vor allem bei jungen Menschen spürbar. Während Yoga älteren Menschen zugute kommen kann, ist es wahrscheinlicher, dass es bei jungen Menschen keine signifikanten Verbesserungen der Gefäßgesundheit bewirkt.
Unter den traditionellen Bewegungsformen, die die besten Ergebnisse zeigten: Pilates, Tai Chi und hochintensives Intervalltraining.
"Jede Bewegung hilft den Blutgefäßen, die Schäden einer sitzenden Lebensweise zu vergessen. Sitzen ist das neue Rauchen: still, heimtückisch und tödlich", fügt Dr. David hinzu.
Auch wenn Yoga eine zugängliche und kulturell relevante Methode des Wohlbefindens bleibt, halten es die Autoren der Studie für wichtig, klarzustellen: Wenn Sie Ihr Herz und Ihre Blutgefäße schützen wollen, sollten Sie kräftigeres Training in Ihr Programm einbauen.
Die Autoren betonen, dass körperliche Aktivität nicht nur regelmäßig, sondern auch abwechslungsreich sein sollte.
"Yoga ist eine gute Wahl für diejenigen, die sich nicht kräftig bewegen können oder wollen. Aber für stabile vaskuläre Effekte brauchen Sie eine Kombination: Bewegung und Abwechslung", schließen sie.
Nach Ansicht der Forscher sollten künftige Kampagnen zur öffentlichen Gesundheit betonen: Bewegung ist Medizin. Und je nach Alter, Gesundheitszustand und Leistungsfähigkeit kann eine wirksame und sichere Mischung aus Aktivität gefunden werden.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












