550 Milliarden Dollar für den Krieg: Wie die versteckten Militärausgaben der Russischen Föderation die Geldbeutel der Russen belasteten
Der Krieg gegen die Ukraine hat Russland etwa 550 Mrd. $ gekostet, wobei die meisten Militärausgaben geheim bleiben. Die finanzielle Last wird zunehmend auf die Bevölkerung abgewälzt - durch steigende Preise, Zölle und Steuern, was sich bereits erheblich auf den Lebensstandard der Russen ausgewirkt hat.
Dies berichtet der Auslandsnachrichtendienst der Ukraine.
Die Agentur stellte fest, dass der Krieg gegen die Ukraine Russland seit Anfang 2022 etwa 550 Mrd. Dollar gekostet hat, was 24 Jahresbudgets der Russischen Föderation für Hochschulbildung oder 22 Budgets für das Gesundheitswesen entspricht. Ein großer Teil dieser Ausgaben bleibt verborgen: 59 Prozent der Militärausgaben sind geheim.
Offenen Daten zufolge gab Russland in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 4,816 Billionen Rubel für "offene" Haushaltsposten aus, während es 7,038 Billionen Rubel für "geschlossene" Posten ausgab. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Betrag der geheimen Ausgaben um 39 Prozent, was auf eine weitere Ausweitung der undurchsichtigen Kriegsfinanzierung hindeutet.
Die russischen Behörden wälzen die finanzielle Last des Krieges zunehmend auf die Bevölkerung ab - durch steigende Steuern, Zölle und Preise. Da jede öffentliche Antikriegskritik als "Verrat" geahndet wird, gibt es wenig Spielraum für öffentlichen Widerstand. Infolgedessen stiegen die Preise für die russischen Bürger in den Jahren 2022-2025 kontinuierlich an.
Vor allem Gazprom hat den Verlust der europäischen Märkte auf Kosten der einheimischen Verbraucher kompensiert. Die durchschnittlichen Kosten für Versorgungsleistungen in Russland sind um 43 Prozent gestiegen, wobei für 2026 bereits eine weitere Erhöhung um rund 14 Prozent angekündigt wurde. Die Kraftstoffpreise sind um 29 - 35% gestiegen, und dieser Trend wird sich voraussichtlich bis 2026 fortsetzen.
Auch die Immobilienpreise sind deutlich gestiegen: 2022-2025 stiegen die Preise um 50%, und für 2026 wird ein weiterer Anstieg um 6-7% erwartet. In Moskau kann der Preisanstieg bis zu 20% betragen.
Das spürbarste Wachstum wurde im Lebensmittelsektor verzeichnet. Die Kosten für Molkereiprodukte stiegen um 62%, für Fleisch - um 41%. Analysten sagen voraus, dass die Lebensmittelpreise bis 2026 weiter um Dutzende von Prozent steigen werden.
Vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Drucks ändert sich auch die öffentliche Meinung. Soziologischen Daten zufolge haben 54% der Russen eine negative Einstellung zu Neujahrsgeschenken, die mit Selbstentfaltung oder gesunder Lebensweise zu tun haben, was auf einen allgemeinen Rückgang des Wohlbefindens und der Stimmung in der Gesellschaft hinweist.