Merz: Russische Vermögenswerte in der EU sollten an die Ukraine gehen, nicht an die USA

Foto: Deutschland heute

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat gesagt, dass die in der EU eingefrorenen russischen Guthaben an die Ukraine und nicht an die USA überwiesen werden sollten. Er betonte, dass Kiew für mehrere Jahre finanzielle Unterstützung benötige und dass Europa diese Frage selbst lösen sollte.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich gegen den Transfer von in der Europäischen Union eingefrorenen russischen Vermögenswerten in die Vereinigten Staaten ausgesprochen. Eine solche Möglichkeit wurde angeblich während der von US-Präsident Donald Trump geförderten Friedensgespräche diskutiert.

Dies berichtet die DW.

Merz betonte, dass die eingefrorenen russischen Gelder, die im Zuständigkeitsbereich der EU lagern, genau an die Ukraine geschickt und nicht in die Vereinigten Staaten transferiert werden sollten.

Dieses Geld sollte an die Ukraine gehen", betonte der Bundeskanzler.

Er sagte, dass Kiew finanzielle Unterstützung benötige, um den Winter zu überstehen und die Wirtschaft in den nächsten zwei bis drei Jahren zu stützen. Deshalb sollten sich die europäischen Staaten ausschließlich innerhalb der EU mit diesem Thema befassen, sagte er.

Ich sehe keine wirtschaftliche Möglichkeit, diese Mittel in die Vereinigten Staaten zu transferieren. Und die amerikanische Regierung weiß das", sagte Merz.

Der Bundeskanzler fügte hinzu, dass bestimmte Kräfte in den USA versuchen, wirtschaftlich von einer möglichen Beilegung des russischen Krieges gegen die Ukraine zu profitieren. Dies sei zwar ein "legitimes Interesse", erfülle aber nicht die europäischen Ziele und sei auch nicht das Ziel der aktuellen Bemühungen der EU, der Ukraine zu helfen.