Bis zu 40.000 Jahre alte Überreste von Mastodon und Riesenfaultier in Costa Rica gefunden
Costa Rica entdeckt Überreste von Mastodon und Riesenfaultier: Fund könnte bis zu 40.000 Jahre alt sein
In Costa Rica haben Archäologen und Paläontologen die Überreste eines Mastodons und eines Riesenfaultiers aus dem Boden geholt, die vor bis zu 40.000 Jahren in dem Land gelebt haben könnten. Behörden und Spezialisten meldeten die Entdeckung am Freitag und bezeichneten sie als die größte für das Land in den letzten Jahrzehnten.
Wie im Nationalmuseum von Costa Rica angegeben, wurden die Knochen zufällig entdeckt - auf einem Privatgrundstück in der Provinz Cartago, östlich der Hauptstadt San Jose. Nach einer ersten Begutachtung begannen Experten mit der Ausgrabung und Fixierung des Materials, um das Alter und die Bestattungsbedingungen der Überreste zu bestimmen.
Nach Angaben des Museums beruhen die vorläufigen Schlussfolgerungen auf der geologischen Analyse des Fundortes und der Untersuchung der Bodenschichten: Zum jetzigen Zeitpunkt schätzen die Forscher das Alter des Fundes auf 10 bis 40 Tausend Jahre. Das bedeutet, dass die Tiere im späten Pleistozän in der Region gelebt haben könnten - einer Ära, in der Vertreter der so genannten Megafauna noch in ganz Amerika zu finden waren.
Bislang haben die Wissenschaftler 49 Knochenfragmente geborgen, darunter auch Oberschenkelknochen, Wirbel und Rippen. Das Museum betont, dass es sich um zwei ikonische Vertreter der alten Fauna handelt: das Mastodon - ein naher Verwandter des modernen Elefanten - und ein Riesenfaultier - ein entfernter Vorfahre der heutigen Faultiere, der für seine Langsamkeit und seine langen gebogenen Krallen bekannt ist.
Der Fund wird bereits als "einer der bedeutendsten" für das Land seit Jahrzehnten gefeiert, sowohl wegen der Seltenheit solch gut erhaltener Überreste als auch wegen seines wissenschaftlichen Potenzials: Weitere Forschungen könnten klären, welche Arten in der Region lebten, wie sich die Ökosysteme veränderten und welche natürlichen Bedingungen das Leben der großen Tiere in Mittelamerika begleiteten.
Der Minister für Kultur und Jugend von Costa Rica, Jorge Rodriguez, sagte, dass geplant ist, das geborgene Material der Öffentlichkeit zu zeigen - nach der Aufbereitung und wissenschaftlichen Arbeit werden die Überreste im Nationalmuseum ausgestellt.