Budanow gab eine Erklärung über die neue Mobilisierung in Russland und die Pläne des Kremls ab

Global Look Presse

Die russische Armee hält nicht inne und setzt ihre Offensivaktionen fort, nachdem sie ihre Kräfte neu gruppiert hat.

Die russische Armee setzt ihre Offensive fort und der Kreml könnte eine neue Mobilisierung ankündigen, was eine ernsthafte Bedrohung darstellt, sagte der Chef der Hauptverwaltung für Geheimdienste der Ukraine, Kyrylo Budanov, in einem am 6. September veröffentlichten Interview mit dem Medienunternehmen Apostrof.

Darin betonte Budanow, dass jede neue Mobilisierung in Russland für die Russen selbst "schmerzhaft" wäre, aber durchaus realistisch sei.

Kann die Russische Föderation mobilisieren? Sie kann. Leider ist dies eine ernsthafte Bedrohung. Es wird für die Russische Föderation schmerzhaft sein, aber es ist realistisch, - sagte der Chef des GSD.

Auf die Frage nach der Möglichkeit, Wehrpflichtige an die Front zu schicken, sagte Budanow, dass die Russen im Falle einer Mobilisierung in der Lage wären, die Zahl der Truppen drastisch zu erhöhen und "den Menschen noch mehr Fleisch vorzusetzen, als sie es jetzt tun".

In Bezug auf die Sommeroffensive der russischen Armee betonte Budanow, dass sie nicht als Erfolg, aber auch nicht als völliger Misserfolg bezeichnet werden könne - es sei den Russen gelungen, einige Gebiete zu erobern.

Ihm zufolge bleiben die Pläne des Feindes für den Herbst unverändert: Die russische Armee hört nicht auf, sondern setzt ihre Offensivaktionen fort, nachdem sie ihre Kräfte neu formiert hat.

Die Umgruppierung der Hauptstreitkräfte hat vor kurzem stattgefunden. Im Prinzip sind die umgruppierten fortgeschrittenen Einheiten bereits in die Kampfhandlungen eingetreten", sagte der Chef der GUR und fügte hinzu, dass die Besatzungstruppen spürbar dezimiert sind.

Budanow gab auch das Volumen der ausländischen Hilfe für Russland bekannt. Ihm zufolge werden mindestens 40 Prozent der von Russland im Krieg verwendeten Munition in Nordkorea hergestellt, während etwa 60 Prozent im Inland produziert werden. Er betonte, dass Nordkorea Russland weiterhin unterstützen wird, aber es wird keine signifikante Erhöhung der Gruppierung geben.

In Bezug auf die Bedrohung Europas stellte Budanow fest, dass es derzeit keine direkte Bedrohung gibt, diese aber bis 2030 zu einer "absoluten Realität" werden könnte, wenn man die Pläne und Ambitionen des Kremls zugrunde legt.