Die VAE haben herausgefunden, wie man Plastik und Kaffee in ein Mittel gegen die globale Erwärmung verwandeln kann

Universität von Sharjah

Wissenschaftler haben ein Sorptionsmittel aus Kaffeesatz und Plastik zur Bekämpfung von CO₂ entwickelt

Ein Forscherteam der Universität von Sharjah (VAE) hat eine einzigartige Technologie entwickelt, die Kaffee- und Kunststoffabfälle in ein effektives Sorptionsmittel zur Abscheidung von Kohlendioxid (CO₂) verwandelt. Das Patent für diese Entwicklung wurde im März 2025 eingereicht und im August veröffentlicht. Die Technologie eröffnet neue Perspektiven im Kampf gegen industrielle Emissionen und Luftverschmutzung.

Die Technologie basiert auf der Co-Pyrolyse-Behandlung von zwei Arten von Abfällen:

  • gebrauchter Kaffeesatz (SCG) - etwa 8 Millionen Tonnen werden jedes Jahr weltweit weggeworfen, oft auf Mülldeponien, wo sie Methan und andere Treibhausgase freisetzen;

  • pET-Kunststoff (Polyethylenterephthalat), der häufig für Verpackungen verwendet wird.

Durch Zugabe von Kaliumhydroxid (KOH) als Aktivierungsmittel stellen Wissenschaftler Aktivkohle mit einer hohen CO₂-Adsorptionskapazität her .

Wie die Technologie funktioniert

Laut dem leitenden Entwickler Dr. Haif Aljomard besteht der entscheidende Schritt darin, Kaffeesatz und Plastikabfälle bei 600°C zu verkohlen. Diese relativ niedrige Temperaturschwelle macht den Prozess energie- und umwelteffizient.

Das Ergebnis ist ein Material mit einer ausgeprägten porösen Struktur, einer großen Oberfläche und einem hohen Potenzial zur Bindung von Treibhausgasen. Die Technologie stellt sich gleichzeitig den Herausforderungen der Abfallverwertung und der Reduzierung der CO₂-Emissionen in die Atmosphäre.

"Was mit einer Tasse Kaffee von Starbucks und einer Wasserflasche beginnt, kann zu einer Waffe gegen den Klimawandel werden", sagt Dr. Aljomard.

Professor Chauki Genai, Mitautor der Erfindung, betont: Die Technologie ist ein Beispiel für eine Kreislaufwirtschaft, bei der zwei Abfallströme in ein Produkt mit hohem Mehrwert verwandelt werden.

Vorteile von Aktivkohle aus Abfällen:

  • hohe Sorptionskapazität für CO₂;

  • niedrige Produktionskosten (verfügbare Rohstoffe);

  • breite Palette von Anwendungen.

Industrielle Aussichten

Nach Ansicht der Autoren kann die Entwicklung angewendet werden:

  • in der Luftreinigung (einschließlich Müllverbrennungsanlagen);

  • in der Wasserfiltration (Trinkwasser, Abwasser, Schwimmbäder, Aquarien);

  • bei der Reinigung von Rauch- und Prozessgasen;

  • in der Energie- und Chemieindustrie (z.B. zur Rückgewinnung von Lösungsmitteln oder zur Reinigung von Erdgas).

Aktivkohle kann auch in Emissionskontrollsystemen verwendet werden, einschließlich kohlebefeuerter Wärmekraftwerke und fossil befeuerter Industrieanlagen.