Ein winziger Dinosaurier ist in Spanien gefunden worden
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Foskeia pelendonum ist ein katzengroßer Dinosaurier.
Ein internationales Team von Paläontologen hat eine neue Dinosaurierart beschrieben - Foskeia pelendonum, einen der kleinsten bekannten Ornithopoden aus der frühen Kreidezeit. Er war weniger als einen halben Meter lang, aber seine Schädelanatomie war unerwartet komplex und evolutionär fortgeschritten. Die Entdeckung trägt dazu bei, eine millionenschwere Lücke in der Evolutionsgeschichte der europäischen pflanzenfressenden Dinosaurier zu schließen.
Die Fossilien wurden an der Fundstelle Vegaheta in der Provinz Burgos in Nordspanien gefunden. Die Studie unter der Leitung von Paul-Emile Dieudonné von der Nationalen Universität von Rio Negro, Argentinien, wird in der Zeitschrift Papers in Palaeontology veröffentlicht.
Laut Dieudonné fällt den Wissenschaftlern beim Anblick von Foskeia als erstes die winzige Größe auf.
"Dieses erwachsene Tier war unglaublich klein, besaß aber einen Schädel mit unerwarteten anatomischen Innovationen", stellt er fest.
Der Fund umfasst die Überreste von mindestens fünf Individuen, die der Paläontologe Fidel Torcida Fernández-Baldor vom Dinosauriermuseum Salas de los Infantes entdeckt hatte. Von Anfang an fiel den Wissenschaftlern die außergewöhnliche Miniaturisierung der Knochen auf, aber weitere Untersuchungen zeigten, dass die Bedeutung des Fundes weit über die Größe hinausgeht.
Der Gattungsname Foskeia leitet sich von den altgriechischen Wörtern für "leicht" und "Futter" ab und spiegelt das geringe Gewicht und die Lebensweise des Tieres wider. Der Artname pelendonum bezieht sich auf die Pelendonier, einen keltiberischen Stamm, der die Region in der Antike bewohnte.
Trotz seiner geringen Größe weist Foskeia pelendonum eine hoch spezialisierte Schädelstruktur auf. Nach Ansicht der Wissenschaftler bedeutete die Verkleinerung des Körpers keineswegs evolutionäre "Einfachheit".
"Miniaturisierung führte nicht zu Primitivität - der Schädel dieses Dinosauriers ist seltsam und hochgradig abgeleitet", betont Marcos Beserra von der Nationalen Universität von Córdoba. Sein Kollege Thierry Tortosa stellt fest, dass der Fund dazu beiträgt, eine Lücke von etwa 70 Millionen Jahren in der Evolutionsgeschichte der Ornithopoden zu schließen.
Die Forscher betonen, dass Foskeia keine "kleinere Version von Iguanodon" ist. Es handelt sich um eine grundlegend andere Entwicklungslinie, die ein Überdenken der bestehenden Evolutionsschemata erzwingt.
Die histologische Analyse der Knochen unter der Leitung von Koen Stein von der Freien Universität Brüssel ergab, dass es sich bei dem größten gefundenen Exemplar um einen geschlechtsreifen Erwachsenen handelt. Die Mikrostruktur der Knochen deutet auf einen relativ hohen Stoffwechsel hin - vergleichbar mit dem von kleinen Vögeln oder Säugetieren.
Dies ist besonders wichtig für einen aussagekräftigen Vergleich von Foskeia mit anderen Arten, da sich die Anatomie bei jungen Individuen im Laufe ihres Wachstums erheblich verändern kann.
Die phylogenetische Analyse stellte Foskeia neben den australischen Muttaburrasaurus innerhalb der Rhabdodontomorpha-Gruppe und erweiterte die Sicht auf die europäische Abstammungslinie der Rhabdodontia. Darüber hinaus unterstützte die Analyse erneut die Hypothese der Existenz einer großen evolutionären Gruppe Phytodinosauria, die pflanzenfressende Dinosaurier vereinte.
Trotz seiner geringen Größe besaß Foskeia spezialisierte Zähne und änderte wahrscheinlich seine Haltung, während er wuchs und sich auf plötzliche Geschwindigkeitsstöße verließ, um sich durch dichte Wälder zu bewegen.
Die Autoren sagen, dass diese Entdeckung zeigt, dass die Evolution mit kleinen Formen ebenso radikal experimentiert hat wie mit Riesen. Es sind solche "unscheinbaren" Arten, die eine Schlüsselrolle beim Verständnis der Geschichte der Dinosaurier spielen könnten.
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