Wissenschaftler haben ein unerwartetes Merkmal von Kakteen entdeckt
- Startseite
- Wissenschaft
- Wissenschaftler haben ein unerwartetes Merkmal von Kakteen entdeckt


Kakteen gelten gemeinhin als langsame und nahezu unveränderliche Pflanzen. Aber eine neue Studie hat gezeigt, dass sich hinter ihrem "gemächlichen" Aussehen eine unerwartete Fähigkeit verbirgt - sie können sich schnell entwickeln.
Wissenschaftler der University of Reading haben mehr als 750 Kakteenarten untersucht und festgestellt, dass die Geschwindigkeit, mit der neue Arten entstehen, nicht wie bisher angenommen mit der Größe der Blüten oder den Bestäubern zusammenhängt.
Der Schlüsselfaktor ist, wie schnell sich die Form der Blüte verändert.
"Die Menschen halten Kakteen für langsame Pflanzen, aber unsere Studie zeigt, dass sie eine der sich am schnellsten entwickelnden Gruppen sind", sagt Jamie Thompson, Autor der Studie.
Details
In ihrer Analyse verglichen die Forscher Blüten, die von winzig (etwa 2 mm) bis riesig (bis zu 37 cm) reichten. Die Größe hatte jedoch fast keinen Einfluss auf die Entstehung neuer Arten.
Die Abhängigkeit von der Veränderungsrate erwies sich jedoch als direkt:
Es ist nicht entscheidend, wie groß oder komplex eine Blüte ist, sondern wie schnell sie sich verändert.
Es sind die Arten, deren Blütenform sich schneller verändert, die mit größerer Wahrscheinlichkeit neue Arten hervorbringen werden.
Warum das wichtig ist
Die Ergebnisse widerlegen die bis zu Charles Darwin zurückreichende Annahme, dass die Merkmale von Blüten und Bestäubung eine Schlüsselrolle bei der Entstehung neuer Arten spielen.
Sie sind auch für den Naturschutz wichtig. Derzeit ist etwa ein Drittel der Kaktusarten vom Aussterben bedroht.
Wissenschaftler sind der Meinung, dass bei der Bewertung des Risikos nicht nur das Aussehen der Pflanzen, sondern auch die Geschwindigkeit ihrer Entwicklung berücksichtigt werden muss.
Hintergrund
Die Familie der Kakteen umfasst etwa 1.850 Arten und hat sich in den letzten 20-35 Millionen Jahren aktiv weiterentwickelt und sich über ganz Amerika ausgebreitet.
Dies zeigt, dass selbst raue Wüstenökosysteme dynamisch bleiben und sich ständig verändern.
Kakteen können langsam wachsen und sich dennoch schnell weiterentwickeln. Und dabei spielt nicht die Größe der Blüte eine entscheidende Rolle, sondern die Geschwindigkeit der Veränderung.
Quelle
DieStudie ist veröffentlicht in Biology Letters, University of Reading
- Wissenschaftler sind der Züchtung von Spermien im Labor einen Schritt näher gekommen
- In Australien wurde eine verborgene Quelle der Resistenz gegen die neuesten Antibiotika entdeckt
- In der Nähe der „verlorenen Stadt“ wurden Spuren von Wasser gefunden, das auf 300 Grad erhitzt war
- Im Körper von Fröschen wurde ein Gegenmittel gegen eines der stärksten Meeresgifte entdeckt
- Wissenschaftler haben erstmals die Jungtiere eines Fisches beschrieben, der vor 152 Millionen Jahren lebte
- In Afrika wurde DNA gefunden, die bis zu 50.000 Jahre alt ist

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.













