„Der Schutzraum wäre beinahe eingestürzt. Alles fiel herunter. Rauch. Es war eine Rakete“, berichten die Einwohner Kiews über den Angriff der Russischen Föderation. Bericht vom Ort des Geschehens
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- „Der Schutzraum wäre beinahe eingestürzt. Alles fiel herunter. Rauch. Es war eine Rakete“, berichten die Einwohner Kiews über den Angriff der Russischen Föderation. Bericht vom Ort des Geschehens


Kiew erholt sich nach einem massiven russischen Angriff. „Shahed“-Drohnen, ballistische Raketen, Marschflugkörper, „Zirkon“-Raketen, „Kalibr“-Raketen – mit all diesen Waffen hat Russland die ukrainische Hauptstadt beschossen.
Dies geht aus einem Bericht von TSN hervor.
Bislang sind 17 Todesopfer bekannt. Die Zahl der Verletzten steigt weiter an; derzeit sind es bereits 90, von denen 70 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Dies teilte der Bürgermeister der Stadt, Vitali Klitschko, mit. Den Rettungskräften gelang es, 34 Menschen an den Einschlagstellen zu retten. Es sind 28 Orte in der gesamten Stadt bekannt, die durch den Beschuss beschädigt wurden. Dabei handelt es sich überwiegend um Wohngebäude und zivile Infrastruktureinrichtungen.
Im Bezirk Darnytsia wurden drei Hochhäuser und Privathäuser teilweise zerstört. Im Bezirk Schewtschenkivskyi kam es zu einem Dachbrand in einem siebenstöckigen Wohnhaus und einem Hotelgebäude. Ebenfalls beschädigt wurde ein Gebäude, in dem sich eine der Rettungswachen befindet. Bislang ist von fünf Verletzten bekannt – es handelt sich um medizinisches Personal und Fahrer der Rettungsstation. Russische Terroristen haben zudem zwei fünfstöckige Gebäude zerstört.
Im Bezirk Pechersk wurde infolge eines Angriffs ein neunstöckiges Wohngebäude zerstört, außerdem brach in den unteren Stockwerken ein Feuer aus.
In Obolon ist es auf dem Gelände eines Lagerplatzes zu einem Brand gekommen.
Im Stadtteil Sviatoshyn wurden zwei private Wohnhäuser beschädigt.
Im Bezirk Desnyansky wurde ein neunstöckiges Wohngebäude zerstört.
Die TSN-Korrespondentin Elena Loskun berichtete, dass im Darnytskyi-Bezirk von Kiew vor allem eines der Hochhäuser am stärksten beschädigt wurde. Dort sind Rettungskräfte weiterhin damit beschäftigt, die Trümmer zu beseitigen.
Die Such- und Rettungsarbeiten dauern an, da sich nach Angaben der Rettungskräfte möglicherweise noch Menschen unter den Trümmern befinden könnten, wie die TSN-Korrespondentin berichtet.
Es ist bekannt, dass in diesem Gebäude eine Frau ums Leben gekommen ist. Sieben Menschen wurden hier verletzt, 17 Menschen konnten gerettet werden.
„Nach unseren Informationen könnten sich unter den Trümmern noch Menschen befinden“, sagt ein Sprecher des Staatlichen Katastrophenschutzdienstes.
In Kiew herrscht weiterhin große Hitze, was die Arbeit der Rettungskräfte erschwert. Bislang ist unklar, ob dieses Gebäude weiterhin bewohnbar sein wird.
Der Schutzraum wäre beinahe eingestürzt. Alles fiel herunter. Rauch. Es war eine Rakete“, berichtete eine Anwohnerin.
Russland hat eine Rettungswache mit Streumunition beschossen
Die TSN-Korrespondentin Irina Markewitsch berichtete, dass bei der Rettungswache infolge des Angriffs der Russischen Föderation Fahrzeuge des Rettungsdienstes beschädigt wurden.
Während des nächtlichen Angriffs befanden sich etwa 30 Personen auf dem Gelände der Rettungswache. Darunter waren Rettungssanitäter, Ärzte, Techniker und Fahrer. Sechs medizinische Mitarbeiter wurden verletzt, ein Rettungssanitäter befindet sich in einem kritischen Zustand. Ein Splitter hat ihm eine Arterie verletzt. Es kam zu starkem Blutverlust. Er wurde sofort medizinisch versorgt. Das Gelände der Rettungswache ist mit Metallsplittern aus einer Kassettenmunition übersät. Genau diese haben die Ausrüstung und die Fahrzeuge schwer beschädigt“, berichtet der TSN-Korrespondent.
Es ist bekannt, dass zehn Rettungswagen beschädigt wurden. Darüber hinaus griff die Russische Föderation das Gebäude des Rettungsdienstes sowie ein benachbartes Gebäude an.
Großbrand in einem mehrstöckigen Wohnhaus
Die TSN-Korrespondentin Alina Lisova berichtete, dass Russland im Shevchenkivskyi-Bezirk von Kiew ein fünfstöckiges Wohnhaus angegriffen habe. Dort haben die Russen zwei Hauseingänge zerstört.
Anwohner gehen davon aus, dass die Besatzer das Dach des Gebäudes getroffen haben, woraufhin ein großflächiger Brand ausbrach. Die Menschen rannten in den Kleidern, die sie gerade trugen, aus dem Haus und verloren ihr gesamtes Hab und Gut.
Rettungskräfte und Mitarbeiter der Stadtwerke sind vor Ort im Einsatz, um die Folgen der Angriffe zu beseitigen.
Um 2 Uhr nachts ertönte eine sehr heftige Explosion, und eine Feuerwand schoss empor. „Unser gesamtes Treppenhaus stand vollständig in Flammen“, berichtet ein Anwohner.
Die Menschen berichten, dass von den Wohnungen nichts mehr übrig geblieben ist.
„Als ich in Deckung rannte, hörte ich Schreie wie ‚Hilfe‘“, erinnert sich ein Anwohner.
Derzeit ist nicht bekannt, ob es in diesem Gebäude Todesopfer gibt.
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Journalistin, Publizistin und Expertin für europäische Integration und den ukrainisch-polnischen Dialog. Autorin mehrerer polnischer Medien, darunter das Wochenmagazin Polityka, das Online-Portal Oko.press und weitere.










