EU kündigt neues Konzept für Sanktionen gegen Russland an

Die EU arbeitet weiter daran, den Sanktionsdruck auf Russland zu erhöhen und entwickelt neue Maßnahmen als Reaktion auf die anhaltende militärische Aggression.

Die Europäische Union prüft die Möglichkeit, die sogenannte Preisobergrenze für russisches Öl an die Weltmarktnotierungen zu binden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Quellen.

Im Rahmen dieser Initiative ist geplant, eine gleitende Preisgrenze festzulegen, die 15% unter dem aktuellen Marktpreis liegt und alle drei Monate überprüft wird. In der ersten Phase soll die Obergrenze von derzeit $60 auf $50 pro Barrel gesenkt werden.

Bisher waren Griechenland, Malta und Zypern gegen eine Senkung der Preisobergrenze, da ihre Volkswirtschaften stark von der Schifffahrt abhängig sind. Jetzt sind diese Länder jedoch bereit, die neue Idee zu prüfen.

Die Preisobergrenze wurde in der Vergangenheit für ihre geringe Wirksamkeit in der Praxis kritisiert, aber sie war der Grund dafür, dass die Europäische Union zusätzliche Sanktionen gegen die russische Öl-Infrastruktur verhängte.

Insidern zufolge ist die Entscheidung zur Einführung einer variablen Obergrenze noch nicht endgültig gefallen. Die Maßnahme wird als Teil des 18. Sanktionspakets der EU gesehen, das derzeit von der Slowakei blockiert wird. Die Regierung von Robert Fitzo fordert entweder die Wiederaufnahme der russischen Gaslieferungen oder eine Entschädigung für den Verlust.

Die Agentur weist darauf hin, dass die Höhe der Preisobergrenze weitgehend von der Haltung der USA abhängen wird.