In der Milch von Delfinen wurden giftige Substanzen gefunden
Wissenschaftler haben entdeckt, dass gefährliche Chemikalien über die Milch an Delfinbabys weitergegeben werden können. Das ist wichtig, denn es handelt sich dabei um Stoffe, die sich im Körper anreichern und die Gesundheit schon in jungen Jahren beeinträchtigen können.
Dabei handelt es sich um eine Gruppe von PFAS-Stoffen - sogenannte "ewige Chemikalien". Sie sind in der Natur praktisch unzerstörbar und reichern sich in Wasser, Boden, Tieren und im menschlichen Körper an.
Details
In einer neuen Studie haben Wissenschaftler Delfinmilchproben analysiert und PFAS darin gefunden. Das bedeutet, dass die Jungtiere diese Stoffe bereits in den ersten Lebensmonaten aufnehmen können.
Delfine sind für diese Forschung besonders wichtig, weil sie ihre Kälber über lange Zeiträume mit fettreicher Milch füttern - und im Fettgewebe reichern sich solche Chemikalien oft an.
Die Wissenschaftler wiesen auch darauf hin, dass einige der gefundenen Stoffe besorgniserregend sein könnten, wenn man die Daten über die Exposition des Menschen gegenüber PFAS in den Mittelpunkt stellt.
Warum das wichtig ist
Die Ergebnisse bestätigen, dass sich die Umweltverschmutzung sogar auf die frühesten Stadien des Lebens eines Tieres auswirkt.
Das bedeutet:
- chemikalien können von der Mutter an die Nachkommen weitergegeben werden
- die Belastung beginnt während des Wachstums und der Entwicklung
- das Problem ist global und nicht auf ein einzelnes Ökosystem beschränkt
Tierstudien helfen auch, die möglichen Risiken für den Menschen zu verstehen.
Hintergrund
PFAS sind in der Industrie und in Haushalten weit verbreitet - zum Beispiel in Antihaft-Kochgeschirr, Verpackungen und wasserabweisenden Materialien. Sie können über Wasser, Lebensmittel und die Umwelt in den Körper gelangen.
Beim Menschen hat sich bereits gezeigt, dass solche Stoffe auch über das Stillen auf Säuglinge übertragen werden können.
Quelle
Die Studie wurde in der Zeitschrift Analytical and Bioanalytical Chemistry (2026) veröffentlicht. Die Wissenschaftler analysierten archivierte Proben von Delfinmilch und untersuchten die Verteilung von PFAS in der Meeresumwelt.