Jeder dritte Auslandsukrainer kehrt nicht zurück, weil er keine Arbeit und kein Geld hat - UFU-Umfrage

Fast ein Drittel der Ukrainer, die vor der Invasion aus dem Land geflohen sind, kehren nicht zurück, weil es an Arbeitsplätzen und finanzieller Unterstützung fehlt.

Das berichtet die öffentliche Organisation United For Ukraine (UFU) unter Berufung auf die Daten ihrer eigenen Umfrage.

Laut der Umfrage benötigen 18,4 Prozent der Befragten finanzielle Unterstützung, während 16 Prozent an einer Beschäftigung interessiert sind. Diese beiden Faktoren werden am häufigsten zu Hindernissen für die Rückkehr.

Zu den weiteren Gründen, die von einer Rückkehr in die Ukraine abhalten:

  • unklarer Algorithmus der Maßnahmen vor der Rückkehr - 17,2 Prozent;

  • mangel an Informationen über humanitäre Hilfe - 13,6 Prozent;

  • bedarf an Ausbildung und Kompetenzentwicklung - 11,8 Prozent;

  • mangel an psychologischer Unterstützung - 8,4 Prozent;

  • mangel an vorübergehenden Unterkünften in der Ukraine - 7,8 Prozent;

  • rechtsbeistand und Schutz der Menschenrechte - 6,3 Prozent.

Im Rahmen des Projekts Homecoming bearbeitete das UFU-Team 800 Einzelanfragen von Ukrainern im Ausland. Das Projekt zielt darauf ab, den Menschen zu helfen, eine fundierte Entscheidung zur Rückkehr in die Ukraine zu treffen, indem sie die notwendigen Informationen und Beratung erhalten.

Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der Daten des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge von Bedeutung: Im September 2025 befinden sich 5,7 Millionen ukrainische Flüchtlinge außerhalb der Ukraine. Die UFU betont, dass die Rückkehr der ukrainischen Diaspora einer der Schlüsselfaktoren für die Erholung des Landes und seiner Wirtschaft ist.

"Die Rückkehr in die Heimat ist nicht nur ein emotionaler Schritt, sondern eine strategische Entscheidung, die Antworten auf Dutzende von praktischen Fragen erfordert", sagt Olga Hamama, Mitbegründerin von United For Ukraine. - "Seit 2024 unterstützen wir systematisch Ukrainer, die über eine Rückkehr nachdenken, und bieten ihnen sowohl informativen als auch rechtlichen Beistand."

Die Unterstützung bei der Rückkehr ist kostenlos und deckt eine breite Palette von Themen ab - von Rückkehr- und Beschäftigungsalgorithmen bis hin zu rechtlichen, psychologischen und humanitären Fragen. Die UFU-Website und die sozialen Netzwerke bieten bewährte und aktuelle Orientierungshilfen und bei Bedarf eine individuelle Beratung durch das Projektteam.

Das Projekt kombiniert Online-Ressourcen und persönliche Unterstützung, was es zu einer einzigartigen Initiative unter den Unterstützungsprogrammen für Ukrainer im Ausland macht.