Kreml will hybride Aggression gegen die Allianz starten - Massenmedien
Die letzten Monate haben gezeigt, dass der Kreml aufgrund des Scheiterns des Blitzkriegs in der Ukraine seine Strategie geändert hat und nun auf die Schwächung und den Zusammenbruch der NATO setzt.
Kremlchef Wladimir Putin ist bereit, einen hybriden Krieg gegen die NATO zu führen. Er will nach Schwachstellen in der Allianz suchen und Schritte unternehmen, um sie aufzulösen. Die britische Zeitung The Telegraph analysiert die geopolitische Lage in Europa.
Putin hat sich zum Ziel gesetzt, "die NATO auseinanderzunehmen und die Schwachstellen des Bündnisses zu identifizieren", heißt es in der Publikation.
Die Autoren des Materials stellen fest, dass der neue Angriffspunkt für die Destabilisierungsbemühungen Moskaus im Westen wahrscheinlich der Balkan sein wird, der nach Ansicht der Analysten der Publikation die schwächste Flanke der NATO darstellt.
Der Telegraph erinnert daran, dass letzte Woche eine Gruppe bewaffneter Serben eine Polizeipatrouille im Kosovo in einen Hinterhalt gelockt und dabei einen Polizisten und drei Serben getötet hat.
Diese Eskalation ist eine der schwerwiegendsten seit 2008, als der Kosovo seine Unabhängigkeit von Serbien erklärte", stellt die Publikation fest.
Es wird darauf hingewiesen, dass Moskau sich seit langem bemüht, den Konflikt auf dem Balkan zu schüren, den Krieg zu propagieren und Serben und Kosovaren auf jede erdenkliche Weise gegeneinander auszuspielen".
Indem er hybride Methoden anwendet, ohne seine Truppen in die Region zu schicken, versucht Putin drei Ziele zu erreichen: den Westen von der Ukraine abzulenken, Moskaus Position in der Region zu stärken und Putin ein Druckmittel gegenüber den westlichen Staaten zu geben, indem er sie mit der Drohung einer Eskalation des Konflikts in der Region erpresst", so die Zeitung.
Analysten warnen, dass "die Kosovo-Krise leicht auf den Norden Mazedoniens, einen NATO-Mitgliedstaat, übergreifen könnte und ernsthafte Auswirkungen auf die europäische Verteidigung hätte, und das zu einer Zeit, in der die USA durch die bevorstehenden Wahlen abgelenkt sind."
Es ist an der Zeit, dass die NATO ihre Präsenz in der Region verstärkt und Russland in die Defensive drängt", schreibt der Autor der Publikation.