NYT: Europa hat eine Strategie gegen Trump vorbereitet
Um Trump kurzfristig zu besänftigen, diskutieren die Europäer über Möglichkeiten, die Sicherheit in der Arktis zu stärken.
Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben eine Strategie entwickelt, um US-Präsident Donald Trump entgegenzutreten. Dies berichtet die New York Times.
Nach Angaben der Zeitung fand am Tag nach Trumps Rede auf dem Weltwirtschaftsforum, in der er die Werte Europas kritisierte, Politiker demütigte und den Europäern mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten drohte, ein Dringlichkeitsdinner der europäischen Staatschefs statt. Sein Vorschlag, Grönland zu kaufen, erregte bei dem Treffen besondere Aufmerksamkeit.
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni rief dazu auf, den Dialog fortzusetzen, während der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz für dringende Maßnahmen zum Abbau der Unternehmensregulierung in Europa plädierte, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten zu verringern. Der französische Präsident Emmanuel Macron betonte: Um sich den Respekt von Trump zu verdienen, muss Europa in der Lage sein, auf seine Drohungen zu reagieren.
Das Treffen führte zu einem Aktionsplan: Angesichts neuer Provokationen Ruhe bewahren, Vergeltungszölle androhen und gleichzeitig hinter den Kulissen daran arbeiten, die wirtschaftliche und militärische Abhängigkeit von den USA zu verringern.
Zu den kurzfristigen Maßnahmen gehört die Stärkung der Sicherheit in der Arktis, während die langfristigen Maßnahmen die Diversifizierung der Handelsbeziehungen, die Stärkung des Militärs und die Verringerung der Abhängigkeit von der US-Technologie umfassen.
Wie die Publikation feststellt, verfügt Europa jedoch noch nicht über eine Strategie für eine schnelle militärische Autonomie, und seine Finanz- und Bankensysteme sind nach wie vor fragmentiert.
Unstimmigkeiten zwischen den Staats- und Regierungschefs verzögern den Entscheidungsprozess, und das Projekt, die transatlantische Abhängigkeit zu verringern, könnte Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern", glauben die Experten.