Österreich will Zahlungen an Ukrainer kürzen

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Wien
Unsplash
15:00, 26.04.2025

Die lokalen Behörden haben damit begonnen, einen möglichen Betrug beim Bezug von Sozialhilfe zu vermuten.



Die österreichischen Behörden haben sich besorgt über die wachsende Zahl von Großfamilien aus den ukrainischen Unterkarpaten geäußert, einer Region, die nicht von aktiven Feindseligkeiten betroffen ist. Nach Angaben der örtlichen Behörden gibt es Grund zu der Annahme, dass einige der Vertriebenen das Sozialhilfesystem missbrauchen könnten. Dies berichtet die Publikation Kosmo.

Es wird darauf hingewiesen, dass etwa 90% der Asylanträge in der Region derzeit von dieser Personengruppe gestellt werden.

Die österreichische Stadt Salzburg sagt, dass viele dieser Asylbewerber oft weder Ukrainisch noch Russisch sprechen und es ihnen an grundlegenden Bildungskenntnissen mangelt, was "ihre Integration und die Arbeit der Sozialarbeiter erschwert".

Der Zustrom solcher Asylbewerber führt zu organisatorischen Schwierigkeiten, insbesondere für Schulen, Kindergärten und kommunale Dienste. Österreich sieht sich aufgrund seines staatlichen Kinderhilfsprogramms, das je nach Alter des Kindes zwischen 180 und 250 Euro beträgt und auch zusätzliche Zahlungen für die Kinderbetreuung beinhaltet, mit spürbaren finanziellen Auswirkungen konfrontiert", heißt es in der Erklärung.

Die österreichische Regierung stellt fest, dass ukrainische Flüchtlinge erhebliche staatliche Unterstützung erhalten, die nicht nur eine Grundversorgung, sondern auch Wohngeld und Familienbeihilfen umfasst. Die Behörden glauben, dass diese Situation den "Flüchtlingstourismus" begünstigt. Außerdem beabsichtigen die Behörden, die Überprüfung von Flüchtlingen zu verstärken und die Bedingungen für Flüchtlingsleistungen zu überarbeiten. Im Rahmen der neuen Politik soll insbesondere die Dauer der Familienbeihilfe und des Kinderbetreuungsgeldes von 1 Jahr auf 6 Monate verkürzt werden.

Die neuen Kontrollmaßnahmen zielen darauf ab, möglichen Betrug aufzudecken und ungerechtfertigte Ausgaben aus dem Haushalt zu verhindern", heißt es in dem Bericht.

Derzeit leben etwa 90.000 ukrainische Flüchtlinge in Österreich.

Maryna Boryspolets
Schreibе über Politik bei SOCPORTAL.INFO

Journalistin und Redakteurin von Nachrichten- und Analysesendungen.

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