In Estland werden die Mietzahlungen an ukrainische Flüchtlinge eingestellt

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Estland zahlt keine Miete mehr an ukrainische Flüchtlinge
20:30, 22.04.2025

Ab Mai 2025 wird sich das Unterstützungssystem für ukrainische Flüchtlinge in Estland ändern.



Ab Mai wird Tallinn das Programm einstellen, in dessen Rahmen ukrainischen Flüchtlingen, die vorübergehenden Schutz erhielten, die Kosten für Unterkunft und Übersetzungsdienste erstattet wurden. Dies berichtet der estnische Fernsehsender ERR.

Zuvor konnten ukrainische Flüchtlinge in Estland eine einmalige Entschädigung erhalten, um die Kosten für die Anmietung einer Unterkunft zu decken, während sie nach einer dauerhaften Bleibe suchten.

Jetzt wird die Unterstützung jedoch gezielter und stabiler", erklärte Lijs Paloots, Leiterin der Migrationsabteilung der Sozialversicherungsbehörde.

Ihr zufolge kehrt Estland allmählich zu der früheren Reihenfolge zurück, wonach die Unterstützung zunächst denjenigen gewährt wird, die internationalen oder vorübergehenden Schutz beantragen, keine Unterstützung im Land haben und vorübergehend in staatlichen Unterbringungszentren wohnen.

Estland erwägt auch, ähnliche Vereinbarungen mit anderen lokalen Gemeinschaften zu beenden, um einen einheitlichen Ansatz für die Zahlungen im ganzen Land zu gewährleisten.

Dies wird dazu beitragen, dass die Unterstützung nicht davon abhängt, wo Sie wohnen, sondern nur davon, ob Sie Hilfe beim Auszug aus dem Unterbringungszentrum benötigen", fügte Paloots hinzu.

Seit dem Start des Programms im Juni 2022 bis April 2025 erhielten fast 11.000 ukrainische Familien eine Entschädigung, darunter 1.710 Haushalte im Jahr 2024, von denen 62% die Unterstützung in Tallinn in Anspruch nahmen. Der Höchstbetrag der Entschädigung lag bei bis zu 1.200 Euro pro Familie.

Seit dem 28. Februar 2025 haben über 4,3 Millionen Nicht-EU-Bürger, die aufgrund der russischen Invasion aus der Ukraine geflohen sind, vorübergehenden Schutz in einem EU-Staat erhalten. Am 31. Januar machten ukrainische Staatsangehörige über 98,4 % der Empfänger von vorübergehendem Schutz in der EU aus. Davon entfiel fast die Hälfte (44,8 Prozent) auf Frauen, etwa ein Drittel (31,8 Prozent) auf Kinder und weniger als ein Viertel (23,4 Prozent) der Gesamtzahl auf Männer.

Maryna Boryspolets
Schreibе über Politik bei SOCPORTAL.INFO

Journalistin und Redakteurin von Nachrichten- und Analysesendungen.

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