Paris wird die Namen von 72 prominenten Frauen in den Eiffelturm einschreiben
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Als Gustave Eiffel 1889 Frankreich sein neues Wahrzeichen schenkte, wurden die Namen von 72 Wissenschaftlern und Ingenieuren in goldenen Lettern auf der ersten Etage des Turms eingraviert. Sie waren alle Männer.
Nach mehr als 130 Jahren haben die Pariser Behörden beschlossen, eine historische Ungerechtigkeit zu korrigieren und die Namen von 72 Frauen hinzuzufügen, die einen bedeutenden Beitrag zu Wissenschaft und Technik geleistet haben.
Die Initiative stammt von einem Expertenkomitee unter der Leitung der Astrophysikerin Isabelle Voglen, Vizepräsidentin der Vereinigung Femmes & Sciences, und Jean-François Martens, Chef der Verwaltungsgesellschaft des Turms. Ihr Ziel ist es, an den Beitrag der Frauen zu erinnern, der jahrzehntelang totgeschwiegen wurde. Die amerikanische Historikerin Margaret Rossiter nannte dieses Phänomen bereits 1993 zu Ehren der Matilda-Aktivistin Jocelyn Gage den "Matilda-Effekt".
Wer wird ausgewählt
Bis Ende des Jahres wird der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo eine Liste von Kandidaten vorgeschlagen. Die Auswahl wird sich auf Wissenschaftlerinnen beschränken, die von 1789 bis heute gelebt haben und bereits verstorben sind. Der Schwerpunkt wird auf französischen Frauen liegen, obwohl das Komitee Raum für Diskussionen gelassen hat.
Wie sich der Turm verändern wird
Es ist geplant, die neuen Namen oberhalb des bestehenden Frieses mit den Männernamen anzubringen, um symbolisch die Gleichberechtigung der Geschlechter zu betonen. Auf diese Weise wird der Eiffelturm zum ersten Mal in seiner Geschichte die Erinnerung an die Leistungen von Männern und Frauen vereinen.
Kulturelle Bedeutung
Etwa 7 Millionen Menschen besuchen den Turm jedes Jahr, und fast drei Viertel davon sind ausländische Touristen. Ein Besuch des Wahrzeichens von Paris wird nun nicht nur an die männlichen Persönlichkeiten der Wissenschaft des 19. Jahrhunderts erinnern, sondern auch an die herausragenden Frauen, ohne die die Entwicklung von Wissenschaft und Technik nicht vorstellbar ist.
Die französische Bildungsministerin Elisabeth Bourne schlug ihrerseits vor, Änderungen im Pantheon zu diskutieren, damit die Inschriften und Symbole der nationalen Nekropole auch den Beitrag der Frauen besser widerspiegeln.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












