Europa muss auf russisches Gas verzichten - Greenpeace
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Die polnischen Umweltaktivisten von Greenpeace haben auf dem Grund der Ostsee in der Nähe der zerstörten Nord Stream-Gaspipeline protestiert.
Sie fordern, dass die europäischen Länder endlich auf die Nutzung von russischem Gas verzichten und den Übergang zu erneuerbaren Energiequellen beschleunigen, berichtet Greenpeace Ukraine.
Die Aktivisten tauchten in dem Gebiet, in dem vor fast drei Jahren der Sabotageakt an der Pipeline verübt wurde, ins Wasser und entrollten an der Oberfläche ein riesiges Transparent mit der Aufschrift: "No Nord Stream, no fossil gas.
Warum das wichtig ist
Trotz des seit 10 Jahren andauernden Krieges wird russisches Gas im Jahr 2024 fast 20 Prozent der Importe der Europäischen Union ausmachen. Die Lieferungen erfolgen per Tanker zu Häfen in den Niederlanden und Frankreich, von wo aus der Brennstoff nach Deutschland und dann in Länder wie Polen gelangt.
Obwohl ein vollständiges Verbot der Lieferung fossiler Brennstoffe aus Russland in die EU erst 2027 in Kraft treten soll, bestehen Aktivisten darauf: Europa muss sich schon früher aus der Energieabhängigkeit von dem Aggressor befreien.
Gasexporte sind eine direkte Finanzierung des Krieges
"Die Öl- und Gasexporte heizen die russische Kriegsmaschinerie an. Allein im letzten Jahr haben die EU-Länder Russland 22 Milliarden Euro für Energieressourcen gezahlt - das sind etwa 15 Prozent seines Militärbudgets. Wir müssen das Thema der Wiederherstellung der Nord Stream-Pipeline endgültig abschließen und aufhören, russischen Treibstoff zu kaufen", sagte Nataliya Gozak, Direktorin von Greenpeace Ukraine.
Nach Ansicht der Vertreter der Organisation sind die Ideen zur Wiederbelebung der Gaspipeline nicht nur aus politischer, sondern auch aus klimatischer Sicht inakzeptabel.

Bedrohungen für das Klima
Abgesehen von den politischen Folgen ist der Transport und die Förderung von Gas mit massiven Methanemissionen verbunden, einem Gas, das kurzfristig 80-mal schädlicher für das Klima ist als Kohlendioxid.
Der Verzicht auf Gas ist also nicht nur eine Möglichkeit, die Finanzierung von Kriegen zu stoppen, sondern auch ein echter Beitrag zur Rettung des Klimas.
Was Greenpeace vorschlägt
Die Aktivisten betonen: Die Zukunft liegt in sauberer Energie. Die Entwicklung von Solar- und Windenergie sollte für Europa Priorität haben. Dies wird nicht nur die Energieunabhängigkeit der Region stärken, sondern auch zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beitragen.
Greenpeace fordert, das Nord Stream-Projekt endgültig zu beenden und sich auf eine nachhaltige Energieentwicklung zu konzentrieren.
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Journalistin und Redakteurin von Nachrichten- und Analysesendungen.













