Robben 'sehen' mit ihren Schnurrhaaren - Studie zeigt
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Robben ihre Beute unter Wasser mit Hilfe der Schnurrhaare finden, die die kleinsten Bewegungen des Wassers einfangen. Es stellte sich heraus, dass die Bewegung der Schnurrhaare diese Fähigkeit noch verstärkt. Das ist wichtig, denn ein solcher Mechanismus kann in Robotern eingesetzt werden.
Robben sind in der Lage, Beute auch in völliger Dunkelheit zu "sehen".
Details
Eine Studie hat gezeigt, dass Robben das Wasser nicht nur mit ihren Schnurrhaaren wahrnehmen, sondern diese aktiv bewegen, um Spuren von sich bewegenden Objekten besser zu erkennen.
Wenn die Schnurrhaare nach vorne zeigen, werden sie empfindlicher, benötigen aber auch mehr Energie. Deshalb nutzen Robben das Gleichgewicht: Sie halten ihre Schnurrhaare in einer bestimmten Position und bewegen sie rhythmisch.
Um diesen Mechanismus zu testen, haben die Wissenschaftler ein künstliches Modell eines Schnurrbartes mit "Muskeln" geschaffen.
Das Experiment bestätigte, dass die Bewegung der Schnurrhaare ihnen hilft, schwache Wasserschwankungen besser wahrzunehmen und der "Spur" der Beute genauer zu folgen.
Warum das wichtig ist
Die Ergebnisse könnten für die Entwicklung neuer Sensoren und Roboter genutzt werden.
Die Wissenschaftler merken an:
- roboter werden in der Lage sein, ohne Kameras zu navigieren
- die Technologie kann unter Wasser und in der Dunkelheit funktionieren
- solche Systeme könnten leiser und sicherer sein als Sonar
- dadurch werden die Auswirkungen auf die Meerestiere verringert
In Zukunft könnten solche Sensoren auch an Land eingesetzt werden - zum Beispiel für die Navigation in schwierigen Umgebungen.
Hintergrund
Robben jagen bei schlechten Sichtverhältnissen und haben daher empfindliche Schnurrhaare entwickelt, die die kleinste Bewegung im Wasser wahrnehmen können.
Bisher war bekannt, dass die Schnurrhaare eine wichtige Rolle spielen, aber die Bedeutung ihrer Bewegung war noch nicht vollständig verstanden.
Quelle
Die Studie basiert auf Experimenten mit einem künstlichen Modell der Schnurrhaare, das die Bewegungen der Vibrissae von Robben nachahmt, und auf der Analyse ihrer Empfindlichkeit gegenüber Wasserbewegungen. Das Material ist in npj Flexible Electronics (2026) veröffentlicht.