Selenskyj erklärte, dass Kiew nach wie vor Putins Hauptziel sei, und sprach über die Vorbereitungen auf einen harten Winter

Telegraf

Nach Angaben des Präsidenten bleibt Kiew eines der Hauptziele Russlands, weshalb die Vorbereitungen für die Heizperiode beschleunigt werden müssen. Für die Notfallpläne wurden bereits 35 Mrd. UAH bereitgestellt, und Tausende von Schulen und Kindergärten wurden mit Notstromquellen ausgestattet.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass Kiew weiterhin eines der Hauptziele russischer Angriffe sei, insbesondere im Zusammenhang mit Angriffen auf die Energieinfrastruktur. Vor dem Hintergrund der Vorbereitungen auf die neue Heizperiode müssen die Behörden der Städte und Regionen die Umsetzung ihrer Resilienzpläne beschleunigen. Dies erklärte Selenskyj am 23. August im Gespräch mit Journalisten.

„Seit Beginn des Krieges ist Kiew eines der Hauptziele Putins. Und es ist völlig verständlich, dass sie versuchen werden, die Energieversorgung Kiews anzugreifen“, sagte der Staatschef.

Seinen Worten zufolge bereitet sich die Ukraine auf verschiedene Weise darauf vor, möglichen Angriffen auf Energieanlagen entgegenzuwirken. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Vorbereitung der Hauptstadt und anderer Städte auf mögliche Unterbrechungen der Strom- und Wärmeversorgung gelegt.

Die Städte müssen ihre Vorbereitungen beschleunigen

Selenskyj merkte an, dass die lokalen Behörden in der gesamten Ukraine an der Umsetzung von Resilienzplänen arbeiten, das Tempo dieser Arbeiten jedoch bislang unzureichend ist.

Nicht alles ist umgesetzt, und es muss schneller vorangegangen werden. Ich hoffe sehr, dass wir in den kommenden Monaten einige Prozesse beschleunigen können, die in den Gemeinden etwas ins Stocken geraten sind. Wir arbeiten daran. Dies betrifft das gesamte Land“, erklärte der Präsident.

Im Wesentlichen geht es darum, die Voraussetzungen für einen normalen Betrieb der Städte auch im Falle einer Beschädigung der Energieinfrastruktur zu schaffen. Zu den zentralen Aufgaben gehören die Sicherstellung einer Notstromversorgung und die Betriebsbereitschaft kritischer Infrastruktureinrichtungen während Stromausfällen.

Der Ukraine steht eine schwierige Heizperiode bevor

Die Regierung hatte zuvor gewarnt, dass der bevorstehende Winter aufgrund der verstärkten russischen Angriffe auf die Energie- und zivile Infrastruktur schwieriger ausfallen könnte als der vergangene. Für die Umsetzung der Resilienzpläne hat der Staat bereits 35 Mrd. UAH bereitgestellt. Die Mittel sollen dazu beitragen, die Regionen auf mögliche Notfälle und Unterbrechungen der Energieversorgung vorzubereiten.

Besonderes Augenmerk wird auf Schulen und Kindergärten gelegt, damit die Kinder auch während Beschuss und Stromausfällen weiter am Unterricht teilnehmen können. Nach Angaben der Behörden sind bereits rund 19.500 Schulen und Kindergärten mit Generatoren und anderen alternativen Energiequellen ausgestattet. Weitere 220 Bildungseinrichtungen sollen bis Ende des Jahres die entsprechende Ausrüstung erhalten.

Darüber hinaus hat der Staat weitere 1 Milliarde Hrywnja für den Bau von Schutzräumen in Kindergärten bereitgestellt.