Traskasaurus: Wissenschaftler haben eine neue Dinosaurierart beschrieben
Eine der seltsamsten Meerechsen entpuppte sich als eine neue Art.
Die Überreste einer uralten Meeresechse, Elasmosaurus, werden seit vielen Jahren auf Vancouver Island in Kanada gefunden. Er wurde zu einem solchen Publikumsliebling, dass er im Jahr 2023 zum offiziellen fossilen Symbol von British Columbia erklärt wurde. Und jetzt haben Wissenschaftler endlich herausgefunden, wer er genau ist: Es handelt sich nicht nur um eine der bekannten Arten, sondern um eine völlig neue Gattung eines uralten Raubtiers - Traskasaura sandrae.
Die Entdeckung wird im Journal of Systematic Palaeontology veröffentlicht und ist eine echte Sensation für Paläontologen.
Details: Ein Name für das Provinzfossil von British Columbia: ein seltsames neues Elasmosaurier-Taxon aus dem Santonium von Vancouver Island, Journal of Systematic Palaeontology (2025). DOI: 10.1080/14772019.2025.2489938
🦴 Wer sind Sie, der rätselhafte Traskazaurus?
Das erste Skelett dieser Kreatur wurde 1988 gefunden - und seither hat niemand wirklich verstanden, zu welcher Art es gehört. Es war "zu seltsam": ein langer Hals (mindestens 50 Wirbel!), massive Zähne, ein Schultergelenk, das mit keinem anderen Elasmosaurus vergleichbar ist.
Laut dem Hauptautor der Studie, Professor Robin O'Keefe, war diese Echse "primitiv und fortschrittlich zugleich". Sie kombinierte Merkmale der ältesten Meeresreptilien mit evolutionären Innovationen.
Seltsame Anatomie und unerwartete Entdeckungen
Traskasaura sandrae war bis zu 12 Meter lang. Sein Hals umfasste mindestens 50 Wirbel, ein typisches Merkmal der Elasmosauriden. Die Anatomie seines Schultergürtels und seiner Zähne unterschied ihn jedoch von anderen Vertretern der Gruppe.
Diese Struktur könnte nach Ansicht der Forscher auf eine besondere Jagdstrategie hinweisen: Traskasaura tauchte wahrscheinlich nach unten und griff seine Beute von oben an - eine ungewöhnliche Vorgehensweise für Meeresreptilien seiner Zeit. Seine kräftigen, dicken Zähne scheinen darauf ausgelegt gewesen zu sein, zum Beispiel die Schalen von Ammoniten zu zertrümmern, den zahlreichen Mollusken, die damals in den Ozeanen lebten.
Vom regionalen Wahrzeichen zur wissenschaftlichen Entdeckung
Diese Fossilien sind bereits Teil der Kulturgeschichte von Britisch-Kolumbien geworden. Im Jahr 2023 wurden sie offiziell als "Fossilienwappen der Provinz" anerkannt. Bis vor kurzem hatten sie jedoch noch keinen wissenschaftlichen Namen: Experten waren sich nicht sicher, ob es genug Material gab, um eine neue Gattung zu unterscheiden. Das alles änderte sich nach der Entdeckung eines neuen, perfekt erhaltenen Skeletts eines Jungtiers.
Der Gattungsname Traskasaura wurde zu Ehren des Ehepaars Michael und Heather Trask vergeben, die den ersten Fund gemacht hatten, und der Artname sandrae wurde in Erinnerung an Sandra Lee O'Keefe vergeben, die Frau eines der Autoren der Studie, die an Krebs gestorben ist.