Überraschende Entdeckung: Musik verändert das Leben von Teenagern - und es ist bewiesen!

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20:00, 15.07.2025

Der Musikunterricht für Kinder und Jugendliche ist von großem Nutzen - sowohl emotional als auch sozial.



Zu diesem Schluss kommen Forscher der Edith Cowan University (Australien), nachdem sie Dutzende von internationalen Forschungsarbeiten über die Auswirkungen von Musikunterricht auf das Wohlbefinden junger Menschen analysiert haben. Ihre Ergebnisse sind in der Zeitschrift Research Studies in Music Education veröffentlicht.

Lesen Sie mehr: Jason Goopy et al, Music learning and school-aged children's and adolescents' wellbeing: A scoping review, Research Studies in Music Education (2025). DOI: 10.1177/1321103X251323562

Der Hauptautor der Studie, Dr. Jason Goupy, betont: Schulmusikunterricht ist viel mehr als nur das Spielen eines Instruments oder Musiktheorie.

"Er fördert das Selbstvertrauen, die emotionale Intelligenz und die soziale Integration", sagt er. - "Musik hilft Kindern zu lernen, sich auszudrücken, mit anderen zu interagieren und Herausforderungen zu meistern."

Er sagt, dass der Musikunterricht nicht nur die Selbstverwirklichung und die emotionale Stabilität fördert, sondern auch die Bindung zu den Mitschülern stärkt und die Lernmotivation erhöht.

"Musikunterricht schafft einen Raum für Kooperation, Selbstdarstellung und Zielerreichung - all das trägt zu einer harmonischen Entwicklung eines Kindes bei", betont Gupi.

Das Team untersuchte 30 akademische Veröffentlichungen, und fast alle belegten die positiven Auswirkungen des Musikunterrichts auf das Wohlbefinden der Schüler. In der Studie wurden drei Schlüsselbereiche hervorgehoben: individuelle Entwicklung, soziale Beziehungen und pädagogisches Engagement.

Unter anderem zeigen Kinder, die Musik lernen, eher ein hohes Selbstwertgefühl, kommen emotional besser zurecht und sind zufrieden mit ihrem Lernen. Sie haben auch eine höhere Lernmotivation und ein größeres Verlangen nach Leistung.

Den Forschern zufolge ist es angesichts der wachsenden Zahl von psychischen Problemen bei Jugendlichen wichtig, die Musikerziehung als eines der wichtigsten Instrumente zur Stärkung des psycho-emotionalen Wohlbefindens zu betrachten. Formen des Lernens, die gemeinsames Musizieren, das Erstellen musikalischer Produkte, das Erreichen eines künstlerischen Ergebnisses in einem bestimmten Kontext und eine angenehme und sichere Unterrichtsumgebung beinhalten, sind besonders effektiv.

Trotz der positiven Ergebnisse weisen die Autoren darauf hin, dass es an umfassender Forschung in diesem Bereich mangelt. Die meisten der vorhandenen Arbeiten sind in ihrem Umfang begrenzt und müssen weiterentwickelt werden.

Gupi betont, dass Musik ein integraler Bestandteil des Lehrplans der Schule sein sollte:

"Musik ist nicht nur ein kreatives Ventil. Sie ist eine mächtige Ressource, die Kindern hilft, widerstandsfähig, aufgeschlossen und gesund zu werden. Qualitativ hochwertiger, konsistenter und nachhaltiger Musikunterricht sollte jedem Kind zur Verfügung stehen, unabhängig von der Schulform."

Die Studie ruft auch zur interdisziplinären Zusammenarbeit auf, um gemeinsame Standards für die Bewertung des Wohlbefindens in der Musikerziehung zu entwickeln.

Die Studienautoren Dr. Jason Goupy (Edith Cowan University) und Kollegen hoffen, dass ihre Arbeit die Grundlage für die Anerkennung von Musik als wichtigen Bestandteil der Bildungs- und Sozialpolitik bildet.

"Musik ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für die Entwicklung des ganzen Menschen", so Dr. Gupi abschließend.

Maria Grynevych

Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.

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