Ukrainer werden in Deutschland aus Flüchtlingswohnungen vertrieben

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In Deutschland müssen ukrainische Flüchtlinge Wohnungen für Asylbewerber aus anderen Ländern räumen.

In Deutschland müssen 1.700 ukrainische Flüchtlinge Wohnungen im Erzgebirge in Sachsen verlassen. Die Verwaltung verschickt Kündigungsschreiben für 650 Wohnungen zwischen Aue, Zschopau und Marienberg bis Juli. Das berichtet die BILD am 23. Mai.

Berichten zufolge werden in der Region dringend sogenannte Gewährwohnungen für Flüchtlinge benötigt - darunter Menschen aus Syrien, Afghanistan und der Türkei, die in der Region ein Asylverfahren durchlaufen. Derzeit sind die Flüchtlingsunterkünfte bereits zu 90 Prozent belegt.

Die Ukrainer gelten als anerkannte Kriegsflüchtlinge. Sie erhalten kein Asylbewerbergeld, sondern erhalten Bürgergeld wie bedürftige Deutsche. Das bedeutet aber auch, dass sie sich selbst eine Unterkunft suchen müssen.

Nachdem 2022 in der Ukraine ein ausgewachsener Krieg ausgebrochen war und viele Familien geflohen waren, brachte der Landkreis die Ukrainer unbürokratisch in Flüchtlingswohnungen unter. Laut BILD wurden die Mieter bereits vor einiger Zeit aufgefordert, sich eine neue Wohnung zu suchen.

Die Lokalzeitung Freie Presse zitiert einen Brief aus dem Erzgebirge:

Aus diesem Grund bitten wir Sie, sich unverzüglich eine eigene Unterkunft zu suchen und die Ihnen zugewiesene Wohnung bis zum 15. Juni, 12 Uhr, zu verlassen. Ab diesem Datum dürfen Sie die Wohnung nicht mehr nutzen.

Das Bezirksamt von Anton schlägt schon seit Monaten Alarm, weil es in seiner Nachbarschaft keine Unterkünfte für Asylbewerber mehr gibt und Zeltstädte oder Containersiedlungen in der Warteschlange stehen.

Zuvor hatte Socialportal berichtet, dass es in Deutschland auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel, wo man eine Unterkunft für Flüchtlinge eingerichtet hat, ein Feuer gab. Ein Zelt von etwa 1000 Quadratmetern brannte ab.

Laut Eurostat wurden die meisten Flüchtlinge von Deutschland (1,27 Millionen, 29,5% der Gesamtzahl), Polen (951 Tausend, 22,1%) und der Tschechischen Republik (381 Tausend, 8,9%) aufgenommen.