Warum es wichtig ist, Freunde außerhalb des Paares zu haben: neue Forschungen zum Gleichgewicht in Beziehungen

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🧩 Liebe und Freundschaft in einer Flasche: Wenn ein Partner zum besten Freund wird.

Viele Menschen träumen davon, dass ihr romantischer Partner nicht nur ihr Liebling, sondern auch ihr bester Freund ist. Aber ist es wirklich so ideal, wie es scheint? Eine neue Studie von Wissenschaftlern der University of Colorado liefert eine gemischte Antwort.

Für die Studie, die im Journal of Social and Personal Relationships veröffentlicht wurde, wurden 940 erwachsene Amerikaner in einer Beziehung befragt. Jeder wurde gebeten, bis zu sieben wichtige soziale Beziehungen aufzulisten und sie als "Freunde", "beste Freunde", "romantische Partner" oder eine Kombination davon zu kategorisieren.

Lesen Sie mehr: Natalie Pennington et al, What's in a label? Exploring the intersection of relationships with best friends and romantic partners with well-being, Journal of Social and Personal Relationships (2025). DOI: 10.1177/02654075251336872

📊 Nur 14% bezeichnen einen Partner als besten Freund

Trotz des populären popkulturellen Bildes vom "besten Freund und der Liebe des Lebens" bezeichneten in der Praxis nur 14,4 % der Teilnehmer ihren Partner als besten Freund. Und je älter die Befragten waren, desto häufiger kombinierten sie diese Rollen. Ein hohes Einkommen verringerte jedoch die Wahrscheinlichkeit einer solchen Einstufung.

Die Studie ergab, dass diejenigen, die ihren Partner als ihren besten Freund ansahen, mehr emotionale Nähe und gemeinsame Zeit empfanden. Allerdings fühlten sie sich auch weniger wahrscheinlich von anderen Freunden unterstützt.

🧠 Was sind die Risiken von Paaren, die sich voneinander abschotten?

Die Autoren stellen fest: Eine zu starke Konzentration auf den Partner kann dazu führen, dass der Kreis der Unterstützung schrumpft. Das heißt, die Person gewinnt an Intimität in der Beziehung, wird aber mit den Schwierigkeiten allein gelassen, wenn Konflikte oder Krisen in der Partnerschaft auftreten.

Dies ist besonders wichtig im Zusammenhang mit den heutigen Daten: Laut einer Umfrage des Pew Research Center halten 61% der Amerikaner enge Freunde für einen Schlüsselfaktor für ein erfülltes Leben, während nur 23% die Ehe für wichtig halten.

💡 Was bedeutet das in der Praxis?

Die Schlussfolgerung der Forscher ist klar: Eine starke romantische Beziehung und separate Freundschaften schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern sind ein wünschenswertes Gleichgewicht. Die Unterstützung von außen schmälert nicht die Bedeutung des Partners, aber sie stärkt das allgemeine Wohlbefinden.

Psychologen raten: In der Therapie und im Alltag lohnt es sich, die individuelle Persönlichkeit und die sozialen Bindungen eines jeden Menschen zu berücksichtigen. Rollenübereinstimmung kann eine Ressource sein - aber nur, wenn die soziale Vielfalt erhalten bleibt.