Warum Hunde Futter und Spielzeug verstecken, erklären Wissenschaftler
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Vielleicht haben Sie schon einmal beobachtet, wie Ihr Hund sorgfältig ein Leckerli im Garten vergräbt, einen Knochen unter einem Kissen versteckt oder ein Leckerli mit einer Decke "zudeckt".
Wie die Forscherin Mia Cobb erklärt, manifestieren sie auf diese Weise einen uralten evolutionären Mechanismus, den sie von ihren wilden Vorfahren geerbt haben. Und wenn wir diesen Instinkt verstehen, können wir uns besser um unsere Haustiere kümmern.
Warum Hunde Futter, Leckerlis und Spielzeug verstecken
Dieses Verhalten wird als "Caching" bezeichnet - das verzögerte Aufbewahren von Futter in Verstecken. Es ist in der Natur weit verbreitet: Eichhörnchen, Krähen, Füchse und Wölfe tun es.
Wissenschaftler unterscheiden zwei Arten des Versteckens:
Spicken - große Vorräte an einem oder zwei Orten (wie es Eichhörnchen im Winter tun).
Verstreutes Caching - viele kleine Caches, damit Sie nicht alles auf einmal verlieren. Das ist es, was viele wilde Hunde tun, auch Wölfe.
Haushunde haben genau diesen zweiten Typus geerbt. Darin spiegelt sich die wettbewerbsorientierte Lebensweise ihrer Vorfahren wider, für die Nahrung eine seltene und schwer zu findende Ressource war.
Hunde nutzen eine Kombination aus Geruch und räumlichem Gedächtnis, um später versteckte Gegenstände zu finden.
Sollten wir uns Sorgen machen, dass ein Hund Angst vor dem Hungertod hat?
Nein. Ein Haushund denkt nicht darüber nach, "was ist, wenn es morgen kein Futter gibt". Er achtet nur darauf, dass ein wertvolles Leckerli "nicht an jemand anderen geht".
Allerdings verstecken Tiere, die Stress, Hunger oder ein Leben auf der Straße erlebt haben, als eine durch die Erfahrung geprägte Reaktion häufiger Futter.
Dieses Verhalten ist auch häufiger bei Rassen anzutreffen, die auf Jagdverhalten ausgelegt sind: Terrier, Jagdhunde usw.
Muss ich etwas tun, wenn mein Hund ständig etwas versteckt?
Das Verstecken an sich ist ein normales hündisches Verhalten. Es ist nur dann ein Problem, wenn es zu Zerstörung oder Konflikten führt.
Es ist wichtig, daran zu denken:
das Verhalten ist die Kommunikationssprache des Hundes. Oft ist das, was wir als "böse" empfinden, in Wirklichkeit nur ein natürlicher Instinkt, der einen sicheren Raum braucht.
Um Ihrem Haustier zu helfen, seine natürlichen Bedürfnisse zu befriedigen, lohnt es sich, dafür zu sorgen:
tägliche Spaziergänge und körperliche Betätigung;
soziale Kontakte;
regelmäßige geistige Stimulation.
Schnüffelmatten und interaktive Futterpuzzle sind großartig - Sie können darin Futter verstecken und der Hund wird danach suchen und damit dasselbe "Suchbedürfnis" befriedigen, das ihn auch zum Graben im Garten antreibt.
Wenn der Hund bei der Verteidigung des Futters knurrt
Das Schutzverhalten ("resource guarding") kann reduziert werden:
stellen Sie mehr Spielzeug und Leckerlis zur Verfügung, als es Hunde im Haus gibt;
füttern Sie die Tiere getrennt, hinter Türen oder Trennwänden;
beseitigen Sie den Wettbewerb bei den Mahlzeiten.
Wenn das Verhalten besorgniserregend ist, sollten Sie sich an Ihren Tierarzt oder einen Tierverhaltensforscher wenden.
Wenn Ihr Hund wieder einen Knochen vergräbt oder ein Spielzeug versteckt, können Sie sicher sein, dass dies ein normales, natürliches Verhalten ist, das an die wilde Vergangenheit der Hunde erinnert.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












