Astronomen haben den "saubersten" Stern im Universum gefunden
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Astronomen aus den Vereinigten Staaten berichteten über die Entdeckung eines Sterns mit einem rekordverdächtig niedrigen Gehalt an schweren Elementen - der sogenannten "Metallizität".
Dies macht ihn zu einem der ältesten und am wenigsten veränderten Objekte im Universum, das seine ursprüngliche chemische Zusammensetzung beibehalten hat.
Die Entdeckung wurde von einem Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Alexander Ji von der University of Chicago gemacht. Die Ergebnisse sind auf dem arXiv-Preprint-Server veröffentlicht und werden bald in wissenschaftlichen Fachzeitschriften vorgestellt werden.
Das Objekt trägt die Bezeichnung SDSS J0715-7334. Es ist ein roter Riese im Halo der Milchstraße und die Autoren schätzen, dass er weniger schwere Elemente enthält als jeder andere bekannte Stern.
Seine Metallizität, angegeben als Z (der Anteil der Elemente, die schwerer als Helium sind), beträgt weniger als 7,8 × 10-⁷. Zum Vergleich: Der bisherige Rekordhalter, der Stern J1029+1729, hatte einen Z ≈ 1,4 × 10-⁶. Das bedeutet, dass der neue Fund in seiner Zusammensetzung mehr als doppelt so "rein" ist.
"Er ist mehr als zehnmal eisenärmer als der zuvor entdeckte SMSS J0313-6708, von dem man bisher annahm, er sei der eisenärmste Stern", so die Autoren der Studie.
Sterne werden aus Gas gebildet, das Wasserstoff, Helium und (in späteren Epochen) schwere Elemente enthält. Je weniger Metalle - desto älter ist der Stern. Die Wissenschaftler vermuten, dass SDSS J0715-7334 aus Materie entstanden ist, die bei der Explosion des Sterns der Population III ins All geschleudert wurde - den ersten Objekten, die kurz nach dem Urknall erschienen.
Die Besonderheit des Sterns ist, dass sogar der Kohlenstoffgehalt, der normalerweise in solchen Sternen erhalten bleibt, hier extrem niedrig ist. Das macht ihn besonders selten und wertvoll für die Untersuchung der Prozesse im frühen Universum.
Laut einer Bahnanalyse mit Daten des Weltraumteleskops Gaia war der Stern ursprünglich Teil der Großen Magellanschen Wolke, einer Satellitengalaxie der Milchstraße. Später ist er in unsere Galaxie gewandert.
SDSS J0715-7334 hilft auch zu erklären, wie sich Sterne mit so geringer Metallizität bilden können. Die Wissenschaftler stellen fest, dass solche Sterne ohne die Hilfe von kosmischem Staub, der eine Schlüsselrolle bei der Kühlung von Gaswolken spielt, nicht hätten entstehen können. Dies unterstützt die Hypothese der Bedeutung der "Staubkühlung" im frühen Universum.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












