Bloomberg: Putin beabsichtigt, die Angriffe auf die Ukraine nach dem Scheitern der Verhandlungen zu verstärken

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Quellen von Bloomberg berichteten über eine mögliche Intensivierung der Raketenangriffe auf die Ukraine. Im Kreml ist man der Ansicht, dass die Verhandlungen in eine Sackgasse geraten sind.

Russland erwägt die Möglichkeit, die Angriffe auf die Ukraine zu verstärken, da man im Kreml der Ansicht ist, dass die Friedensverhandlungen faktisch in eine Sackgasse geraten sind. Zu den möglichen Szenarien gehören ein intensiverer Einsatz ballistischer Raketen gegen Kiew, einschließlich der zentralen Stadtteile der Hauptstadt, sowie Angriffe auf die Infrastruktur in anderen Städten. Dies berichtet Bloomberg unter Berufung auf mehrere dem Kreml nahestehende Quellen.

Nach Angaben der Agentur sind die zuvor diskutierten Verhandlungsformate derzeit praktisch zum Stillstand gekommen, und Moskau sieht keine ausreichenden Gründe, den Krieg unter dem Druck von Sanktionen oder aufgrund ukrainischer Angriffe auf russische Ölraffinerien und die logistische Infrastruktur zu beenden.

Die Quellen von Bloomberg behaupten, dass die ukrainischen Angriffe in Russland zunehmend als Maßnahmen der NATO-Staaten wahrgenommen werden, da diese der Ukraine Waffen und Geheimdienstinformationen liefern.

Dabei weisen die Gesprächspartner der Agentur darauf hin, dass die derzeitige Eskalationsphase ihrer Einschätzung nach noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat. Bloomberg berichtet ferner, dass die amerikanischen Bemühungen um eine Beendigung des Krieges bislang zu keinem Durchbruch geführt haben und der Kreml keine Anzeichen dafür zeigt, zu einer friedlichen Lösung bereit zu sein.

Der Kreml ist der Ansicht, bereits Zugeständnisse gemacht zu haben

Nach Angaben von Bloomberg ist ein Teil der russischen Beamten und Regierungsvertreter der Ansicht, dass Moskau im Rahmen der diplomatischen Kontakte bereits eine Reihe von Zugeständnissen gemacht und damit seine eigene Verhandlungsposition geschwächt habe.

Quellen der Agentur erklärten zudem, dass das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Wladimir Putin in Anchorage im Kreml als weiterer Versuch eines Kompromisses angesehen wurde, der nicht das erwartete Ergebnis gebracht habe.

Gleichzeitig hegt man in Moskau laut Informationen von Bloomberg weiterhin die Hoffnung, dass die amerikanischen Vertreter an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die Rede ist von Sonderbeauftragten Steve Whitcoff und Jared Kushner, die Moskau besuchen könnten; konkrete Termine für ihre Reisen stehen jedoch noch nicht fest.

Laut Quellen sind die Erwartungen hinsichtlich eines bedeutenden Durchbruchs in den Verhandlungen weiterhin gering, und mangels diplomatischer Kontakte sieht Moskau angeblich kaum Alternativen zu weiterem militärischem Druck, um die erklärten Ziele zu erreichen.

Besuch des CIA-Direktors in Moskau

Vor diesem Hintergrund erregte der Besuch des CIA-Direktors John Ratcliffe in Moskau am 25. August besondere Aufmerksamkeit. Der US-Beamte verbrachte mehrere Stunden in der russischen Hauptstadt und traf sich dort mit russischen Vertretern der Geheimdienste. Der Kreml bestätigte das Stattfinden solcher Kontakte, doch der Inhalt der Gespräche wird nicht öffentlich bekannt gegeben.

Gleichzeitig wurde erwartet, dass Whitcoff und Kushner nach einer langen Pause die Kontakte zur russischen Seite wieder aufnehmen und erstmals Kiew besuchen könnten. Die Termine für mögliche Reisen sind jedoch bislang nicht bekannt.

In Russland wird auch ein nukleares Szenario diskutiert

Bloomberg berichtet unter Berufung auf Quellen zudem, dass die Verstärkung der ukrainischen Angriffe auf russisches Territorium einige russische Beamte dazu veranlasst, ein Extrem-Szenario zu erörtern – den möglichen Einsatz taktischer Atomwaffen. Der Direktor des Berliner Carnegie-Zentrums „Russland-Eurasien“, Alexander Gabuev, hält das Risiko einer solchen Entwicklung jedoch für äußerst gering.

Seiner Einschätzung nach hat der Einsatz taktischer Atomwaffen unter den Bedingungen eines modernen, weit verstreuten Schlachtfeldes nur begrenzte militärische Wirksamkeit, während die politischen Folgen eines Bruchs des Atomtabus extrem schwerwiegend wären. Solange Russland weiterhin die Möglichkeit hat, die Eskalation mit konventionellen Waffen fortzusetzen, unter anderem durch verstärkte Raketenangriffe, gibt es kaum Gründe für einen Schritt in Richtung der nuklearen Schwelle.