Der erste europäische Start einer Spectrum-Rakete endete mit einem Fehlschlag
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Die erste vom europäischen Festland aus gestartete Orbitalrakete stürzte Sekunden nach dem Start ab.
Der Start der Spectrum-Rakete, die von der deutschen Firma Isar Aerospace gebaut wurde, fand auf dem Weltraumbahnhof Annøya in Norwegen statt. Während einer Übertragung am Sonntag war zu sehen, wie kurz nach dem Start Rauch aus dem Rumpf der Rakete aufstieg, bevor sie abstürzte und explodierte, berichtet Phys.org.
Isar Aerospace warnte im Voraus, dass das Erreichen der Umlaufbahn beim ersten Start nicht zwingend erforderlich sei. Das Unternehmen stellte fest, dass die Rakete ins Meer fiel und die Startrampe unversehrt blieb. Der Betreiber des Weltraumbahnhofs, Andoya Space, bestätigte, dass Notfallprotokolle in Kraft gesetzt wurden. Die Polizei teilte mit, dass es abgesehen von der Zerstörung der Rakete selbst keine Verletzungen oder Schäden gab.
Trotz des Unfalls bezeichnete Firmengründer Daniel Metzler den Start als Erfolg. Er wies darauf hin, dass es möglich war, das Notabschaltsystem zu testen, und sagte, er beabsichtige, die notwendigen Anpassungen vorzunehmen. Zwei weitere Spectrum-Raketen befinden sich bereits in der Entwicklung.
Spectrum ist eine zweistufige Rakete mit einer Höhe von 28 Metern und einem Durchmesser von 2 Metern, die bis zu einer Tonne Fracht in die Umlaufbahn befördern kann. Während des Teststarts startete sie ohne Nutzlast.
Dies war der erste Start einer Orbitalrakete vom europäischen Festland (ohne Russland) und das erste europäische Projekt dieser Art, das fast vollständig durch privates Kapital finanziert wurde.
Seit dem Ausbruch des russischen Krieges gegen die Ukraine im Jahr 2022 sind die europäischen Raumfahrtprogramme mit ernsthaften Schwierigkeiten konfrontiert, darunter die Beendigung der Zusammenarbeit mit russischen Raumfahrtunternehmen. Außerdem gab es Verzögerungen bei der Entwicklung der Ariane-6-Rakete und Probleme beim Start von Satelliten mit der Vega-C-Rakete. Der erste erfolgreiche kommerzielle Start der Ariane 6 fand erst kürzlich, am 6. März dieses Jahres, statt.
Isar Aerospace wurde 2018 in München gegründet und gehört zu den neuen europäischen Unternehmen, die versuchen, mit Giganten wie SpaceX von Ilon Musk und Blue Origin von Jeff Bezos zu konkurrieren. Neben Isar Aerospace sind auch die deutschen Unternehmen HyImpulse und Rocket Factory Augsburg, die französischen Unternehmen Latitude und MaiaSpace sowie das spanische Unternehmen PLD Space im Rennen.
In naher Zukunft werden die Experten des Unternehmens die erhaltenen Daten im Detail untersuchen, um das Design der Rakete zu verbessern und die nächsten Tests vorzubereiten.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












