Der Mikrokosmos des Honigs: Wie das "flüssige Gold" unsere Gesundheit schützen kann
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Honig wird wegen seiner Süße und seiner möglichen gesundheitlichen Vorteile oft als "flüssiges Gold" bezeichnet.
Seit Jahrhunderten wird er aufgrund seiner entzündungshemmenden, antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften bei Erkältungen und zur Wundheilung eingesetzt. Hinter diesen Wirkungen verbirgt sich jedoch eine faszinierende Welt von Mikroorganismen, die im Honig selbst leben, berichtet Phys.org.
Honig besteht aus Zucker (hauptsächlich Glukose und Fruktose), Wasser und verschiedenen organischen Substanzen, die von Bienen produziert werden. Obwohl wir am häufigsten von der Art Apis mellifera hören, gibt es tatsächlich mehrere Arten von Honig produzierenden Bienen.Das wichtigste "Geheimnis" des Honigs ist das Enzym Glukoseoxidase, das die Bienen beim Sammeln von Nektar hinzufügen. Es wandelt einen Teil der Glukose in Wasserstoffperoxid (H₂O₂) um, senkt den pH-Wert und hemmt das Wachstum der meisten schädlichen Bakterien.
In diesem Fall können verschiedene Mikroben im Honig vorhanden sein, von Hefen bis hin zu Bakterien (z.B. Bacillus, Klebsiella). Ihre Quellen sind das Verdauungssystem der Bienen und die Umwelt (Boden, Luft, Blumen). Manchmal sind diese Mikroorganismen nützlich: Einige erhöhen den Säuregehalt des Honigs, andere helfen, ihn frisch zu halten. Es gibt jedoch auch eine Kehrseite der Medaille: Einige Hefepilze verderben Honig mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt, und Sporen des gefährlichen Bakteriums Clostridium botulinum können bei Kleinkindern zu Botulismus führen (deshalb wird Honig für Babys unter einem Jahr nicht empfohlen).
Nicht alle Honigsorten sind gleich: Die Eigenschaften werden von der Region, der Jahreszeit und der Flora beeinflusst. Deshalb gibt es Hunderte von einzigartigen Geschmacksrichtungen, von den üblichen blumigen Sorten bis hin zu Avocado oder Buchweizen. Manukaçort, das in Australien und Neuseeland beheimatet ist, zieht besondere Aufmerksamkeit auf sich. Sein charakteristisches Merkmal ist die Substanz Methylglyoxal (MGO), die seine antimikrobielle Wirkung verstärkt. Wissenschaftler betonen jedoch, dass die "Formel" des Honigs selbst (einschließlich Wasserstoffperoxid und einer hohen Konzentration an Zuckern) eine ebenso große Rolle spielt wie eine einzelne Komponente.
Roher (unpasteurisierter) Honig ist in der Regel reicher an Mikroorganismen und möglichen Allergenen, einschließlich Pollenpartikeln. Pasteurisierter Honig wird einer Wärmebehandlung unterzogen, die einige der Keime abtötet - aber die nützlichen Bakterien können mit ihnen verschwinden.
Die Forschung läuft noch, aber es ist bereits klar, dass Honig mehr als nur ein Genuss ist. Sein komplexes mikrobielles Ökosystem bietet einen fruchtbaren Boden für potenzielle Entdeckungen in Medizin, Ernährung und Landwirtschaft.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












