Deutschland wird der Ukraine ein neues Hilfspaket in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro bereitstellen

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Die Mittel werden für den Wiederaufbau von Wohnraum, Heizungsanlagen und mobile Sanitäranlagen verwendet. Weitere 10 Millionen Euro wird Deutschland über den NATO-Fonds für die Ausbildung von Militärangehörigen, die medizinische Versorgung und die Bekämpfung von Drohnen bereitstellen.

Deutschland stellt der Ukraine zusätzliche humanitäre Hilfe in Höhe von 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel sind für den Wiederaufbau von Wohnraum, die Bereitstellung mobiler Sanitäranlagen und die Anschaffung von Heizungsanlagen bestimmt – vor dem Hintergrund der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Dies erklärte der deutsche Außenminister Johann Wadeful während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Außenminister Andriy Sibiga in Kiew.

Laut Wadeful ist die zusätzliche Hilfe insbesondere vor der Herbst- und Wintersaison dringend erforderlich, da Russland weiterhin die ukrainische Energieinfrastruktur angreift. Von besonderer Bedeutung sei dabei die dezentrale Energieversorgung, die es ermögliche, die Bevölkerung auch bei Schäden an großen Anlagen mit Strom zu versorgen.

Weitere 10 Millionen Euro werden über die NATO bereitgestellt

Neben der humanitären Hilfe stellt Deutschland weitere 10 Millionen Euro für den Fonds des umfassenden NATO-Hilfspakets für die Ukraine bereit. Diese Mittel werden zur Unterstützung des ukrainischen Militärs verwendet, insbesondere zur Organisation dezentraler Ausbildungsmaßnahmen, zur Beschaffung von medizinischem Material für Militärkrankenhäuser sowie von Ausrüstung zur Abwehr von Drohnen.

Somit vereint das neue deutsche Hilfspaket humanitäre und militärische Komponenten“, erklärte Sibiga.

Deutschland bezeichnet die Luftabwehr als eine der obersten Prioritäten

Wadeful wies darauf hin, dass Deutschland die besondere Bedeutung einer Stärkung der Luftabwehr der Ukraine versteht. Bereits im Juni kündigte Berlin die Bereitstellung von Mitteln über die NATO-Mechanismen PURL und Jumpstart an, die zur Finanzierung von Lieferungen der für die Ukraine notwendigen militärischen Ausrüstung aus den USA dienen.

Nach Angaben des deutschen Ministers haben sich die europäischen Verbündeten und Kanada auf Initiative Deutschlands auf eine umfassende Unterstützung der Ukraine geeinigt. Für das Jahr 2026 ist eine Militärhilfe in Höhe von 70 Milliarden Euro vorgesehen, und für das Jahr 2027 beabsichtigen die Verbündeten, mindestens ein vergleichbares Niveau beizubehalten. Insgesamt beläuft sich dies über zwei Jahre auf mindestens 140 Milliarden Euro. Diese Zahl spiegelt sich auch in den Ergebnissen des NATO-Gipfels im Juli in Ankara wider.

Hilfe vor dem Winter

Die neue humanitäre Hilfe Deutschlands fällt in die Zeit, in der sich die Ukraine auf die kommende Heizperiode vorbereitet. Russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur machen mobile und dezentrale Energiequellen sowie Ausrüstung für die Heizung und die Deckung grundlegender Lebensbedürfnisse besonders wichtig.

Deutschland bleibt einer der größten Geber der Ukraine. Nach Angaben des deutschen Auswärtigen Amtes leistet Berlin Kiew militärische, zivile, finanzielle und humanitäre Unterstützung und baut das Hilfsvolumen weiter aus.

So sollen 50 Millionen Euro der Ukraine helfen, sich auf den Winter vorzubereiten und die beschädigte zivile Infrastruktur wiederherzustellen, während weitere 10 Millionen Euro im Rahmen eines NATO-Programms zur Stärkung der Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte (VSU) verwendet werden.