Die geheimnisvollen Klänge des Pazifiks entpuppten sich als Walgesänge

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Wissenschaftler haben das Rätsel der seltsamen Geräusche im Pazifischen Ozean gelöst
07:31, 23.09.2024

Forscher des NOAA Pacific Islands Fisheries Science Center und der Oregon State University haben eine wichtige Entdeckung gemacht und endlich die Quelle eines mysteriösen Geräusches identifiziert, das seit zwei Jahrzehnten im Pazifischen Ozean zu hören ist.



Dieses ungewöhnliche Geräusch, bekannt als "Biotwang", erwies sich als das Tonsignal von Brydewalen. Die Studie wurde in der Zeitschrift Frontiers in Marine Science veröffentlicht.

Die Geräusche wurden zum ersten Mal im Jahr 2014 aufgezeichnet und ihr einzigartiger metallischer Klang erregte sofort die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler. Der Klang wurde wegen seines ungewöhnlichen Charakters "Biotwang" genannt. Seitdem wurde es an verschiedenen Orten im Ozean aufgezeichnet und warf viele Fragen auf. Im Jahr 2016 vermuteten Wissenschaftler der Oregon State University, dass das Geräusch von einer Killerwalart erzeugt werden könnte, aber die genaue Identifizierung blieb ein Rätsel.

Eine neue Studie hat diese Vermutung bestätigt: Die mysteriösen Geräusche werden tatsächlich von Brydewalen erzeugt. Die Forscher machten diese Entdeckung bei der Untersuchung des Meereslebens rund um die Marianeninseln. Sie konnten mehrere Sichtungen dieser selten zu sehenden Wale aufzeichnen und gleichzeitig mit Unterwassermikrofonen einen "Biotwang" aufzeichnen. Diese synchronisierten Beobachtungen und Aufnahmen ermöglichten es den Wissenschaftlern, das Geräusch mit Sicherheit Brydewalen zuzuordnen.

Für weitere Untersuchungen schlossen sich die Forscher mit einem Team von Google zusammen, das künstliche Intelligenz zur Erkennung von Walvokalisationen entwickelte. Nach ausgiebigem Training lernte die KI-basierte App, die Geräusche von acht Walarten, darunter Brydewale, zu erkennen und sogar ihre Bewegungen zu verfolgen.

Die Ergebnisse der App zeigten, dass Brydewale nicht nur vor den Marianen leben, sondern auch viel Zeit in der Übergangszone des Pazifischen Ozeans verbringen, einem Gebiet, in dem warmes und kaltes Wasser aufeinandertreffen, was das Wachstum von Planktonpopulationen, der Hauptnahrungsquelle der Wale, begünstigt.

Mykola Potyka

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.

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