Die meisten Ukrainer in Deutschland wollen nicht in ihr Heimatland zurückkehren - Umfrage
Viele haben sich in den fast drei Jahren in ihr neues Leben einleben können.
Etwa 65 Prozent der Ukrainer, die nach ihrer Flucht vor dem Krieg in Deutschland Asyl gefunden haben, wollen nicht in ihr Heimatland zurückkehren und im Ausland bleiben. Dies berichtete der Präsident des Landesamtes für Flüchtlinge (LAF) Mark Seibert der Deutschen Presse-Agentur.
Er wies darauf hin, dass unter den ukrainischen Staatsbürgern, die sich in Deutschland aufhalten, eine regelmäßige Umfrage durchgeführt wurde und viele angaben, dass sie sich bereits in Deutschland eingelebt haben. Sie haben Arbeit, ihre Kinder haben sich in die Umgebung integriert, viele haben begonnen, Kontakte zu knüpfen, und viele sprechen zumindest auf Grundschulniveau Deutsch.
Darauf deutet auch das wachsende Interesse der Ukrainer an Deutschkursen hin. Auch unter den Flüchtlingen wächst die Zahl derer, die in Deutschland arbeiten", sagte Seibert.
Er sagte, dass zur Zeit etwa 50-60 Tausend Ukrainer allein in Berlin leben. Von diesen leben noch etwa 9 Tausend in LAF-Zentren, von denen etwa 3 Tausend in einer großen Unterbringungseinrichtung in Tegel leben. Andere haben eine Unterkunft im privaten Sektor gefunden oder werden von Anwohnern untergebracht.
Ukrainer haben einen besonderen Aufenthaltsstatus, der sich von dem anderer Asylbewerber unterscheidet. Dieser Status erlaubt es ihnen, zu arbeiten und verschiedene Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen, darunter medizinische Versorgung und andere Arten von Unterstützung", so Seibert.
Er erinnerte auch daran, dass Deutschland bei der Zahl der aufgenommenen Flüchtlinge aus der Ukraine weiterhin führend ist. Nach den neuesten Informationen sind es mehr als 1,1 Millionen Menschen.
Es sei darauf hingewiesen, dass Ukrainer in Deutschland am häufigsten in Sicherheitsunternehmen, in der Gastronomie und auf dem Bau arbeiten. Fünfundsiebzig Prozent der ukrainischen Staatsbürger, die auf dem Arbeitsmarkt beschäftigt sind, arbeiten in sogenannten "einfachen Positionen".