Ein Kinderarzt hat enthüllt, wie Kaffee auf Kinder wirkt

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Kinderarzt erklärt, warum Kinder koffeinhaltige Getränke meiden sollten
20:30, 08.09.2025

Für Erwachsene ist ein Kaffee am Morgen oder ein Energydrink am Nachmittag die übliche Norm.



Aber Eltern sollten sich genauer ansehen, was ihre Kinder trinken. Viele beliebte Getränke für Teenager enthalten nicht nur Koffein, sondern auch andere Stimulanzien - und das kann gefährlich sein, schreibt Phys.org.

Nach Angaben der US-amerikanischen Giftnotrufzentralen ist die Zahl der Überweisungen im Zusammenhang mit den Reaktionen von Kindern auf Energydrinks im Jahr 2023 um 24% gestiegen. Und die Zahl der Besuche in der Notaufnahme aufgrund einer Koffeinüberdosis bei Schulkindern hat sich von 2017 bis 2023 verdoppelt.

Warum Koffein schlecht für Kinder ist

Koffein ist ein Stimulans, das Wachsamkeit und Aktivität steigert. Es ist in natürlichen Produkten (Kaffeebohnen, Tee, Kakao, Guarana) enthalten und wird auch Getränken, Süßigkeiten und Medikamenten zugesetzt. Kinder brauchen jedoch kein Koffein: Ihr Körper und ihr Gehirn befinden sich noch in der Entwicklung und reagieren besonders empfindlich auf seine Wirkung.

Zu den Nebenwirkungen können Herzrasen, Bluthochdruck, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Magenverstimmungen und sogar Panikreaktionen gehören. Koffein kann bis zu 8 Stunden im Körper verbleiben, und sobald es ausgeschieden ist, kann es Müdigkeit und Reizbarkeit verursachen.

Darüber hinaus reduziert der Konsum koffeinhaltiger Getränke den Verzehr gesunder Nahrungsmittel: Kinder ziehen Limonaden oder Energydrinks Obst, Proteinen und Müsli vor. Dies beeinträchtigt das normale Wachstum.

Schlafstörungen und Risiken einer Überdosierung

Die größte Gefahr ist die Wirkung von Koffein auf den Schlaf. Schlafentzug beeinträchtigt die schulischen Leistungen, die Stimmung, das Immunsystem, die Verdauung und die Konzentrationsfähigkeit. Die Energie von Koffein ist kein Ersatz für ausreichende Ruhe.

Studien zeigen auch, dass Jungen eher unter den Symptomen einer Überdosierung leiden als Mädchen. Kinder mit Herz-Lungen-Erkrankungen oder solche, die Stimulanzien gegen ADHS einnehmen, sind besonders anfällig - sie können unter erhöhter Reizbarkeit und Schlaflosigkeit leiden.

Die American Academy of Paediatrics empfiehlt, Koffein vollständig aus der Ernährung von Kindern zu streichen. Eltern sollten koffeinhaltige Lebensmittel und Medikamente aus dem Haushalt entfernen und mit ihren Kindern besprechen, welche Getränke und Lebensmittel sicher sind.

Wo sich Koffein verstecken kann

  • Kaffeegetränke: Eine typische Tasse Kaffee enthält etwa 300 ml (10 Unzen) und kann bis zu 490 mg Koffein enthalten. Auch kalte und gefrorene Getränke sind keine Ausnahme: eine Flasche Starbucks Frappuccino enthält 110 mg, während Dunkin' Iced Coffee fast 200 mg enthält.

  • Energydrinks: enthalten nicht nur Koffein, sondern auch Guarana, Taurin, Ginseng und L-Carnitin. Ihre Geschmacksrichtungen (fruchtig, 'süß') richten sich an Teenager. Viele von ihnen enthalten eine große Menge an Zucker, der die Wirkung der Stimulanzien verstärkt. Einige Dosen - bis zu 300 mg Koffein und mehr.

  • Limonaden (pro 355 ml): Pepsi Zero Sugar - 38 mg, Diet Coke - 46 mg, Mountain Dew - 54 mg.

  • Schokolade und Snacks: Eine Tafel dunkler Schokolade kann 50 bis 150 mg Koffein enthalten. Proteinriegel, Eiscreme und Kaugummi sind allesamt potenzielle Quellen für verstecktes Koffein. Die Hersteller sind nicht verpflichtet, den Koffeingehalt anzugeben.

  • Medikamente: Migräne-, Erkältungs- und Muskelschmerzmittel können Koffein enthalten.

  • Koffeintütchen: eine neue Form des Konsums - wie Nikotintütchen, aber ohne Altersbeschränkung. Sie werden zwischen Lippe und Zahnfleisch geklemmt, lösen sich schnell auf und wirken fast augenblicklich. Ein Tütchen kann bis zu 200 mg Koffein enthalten.

Was Eltern tun sollten

Der beste Weg, Ihr Kind zu schützen, besteht darin, offen mit ihm über die Gefahren von Stimulanzien zu sprechen, ihm Wasser statt Energydrinks anzubieten und sein Schlafverhalten zu überwachen. Koffein ist keine Alternative zur Ruhe. Es ist wichtig, dass Kinder lernen, auf die Signale ihres Körpers zu hören und sie nicht durch künstliche Vitalität zu ersetzen.

Eine Überdosis Koffein kann gefährlich sein.

Elena Rasenko

Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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