Eine britische Frau hat enthüllt, wie sie zweimal dasselbe Baby zur Welt gebracht hat

Eine Bewohnerin der britischen Grafschaft Kent, Lisa Coffey, hat die erstaunliche Geburtsgeschichte ihres Sohnes Luke erzählt, den sie "zweimal" zur Welt brachte.

Die erstaunliche Geschichte wird von der Daily Mail erzählt.

Die Ärzte diagnostizierten bei dem Baby schon früh in der Schwangerschaft eine gespaltene Wirbelsäule (Spina bifida), was zu schwerwiegenden Anomalien in der Entwicklung der Wirbelsäule und des Rückenmarks hätte führen können. Dank der modernen Medizintechnik und der Bemühungen der Ärzte konnte der Defekt jedoch noch vor der Geburt des Babys korrigiert werden.

Diagnose und Lösung

Als Lisa in der 20. Woche schwanger war, wurde den Ärzten mitgeteilt, dass ihr Sohn eine Wirbelsäulenspalte hatte, eine Erkrankung, bei der sich die Knochen der Wirbelsäule nicht vollständig um das Rückenmark schließen. Ohne Behandlung könnte dies zu Behinderungen und Mobilitätsproblemen führen. Die Ärzte schlugen jedoch die Möglichkeit einer intrauterinen Operation vor, mit der der Defekt noch vor der Geburt des Babys behoben werden könnte.

In der 27. Schwangerschaftswoche unterzog sich Lisa einer seltenen und komplexen Operation: Das Baby wurde teilweise aus der Gebärmutter entfernt, damit die Chirurgen den Wirbelsäulendefekt korrigieren konnten. Nach dem erfolgreichen Eingriff wurde der Fötus wieder in die Gebärmutter eingesetzt und die Schwangerschaft bis zum Ende fortgesetzt. Lisa sagte, die Operation habe ihrem Sohn eine zweite Chance auf ein erfülltes Leben gegeben.

Eine einzigartige Operation

Operationen an einem Fötus im Mutterleib werden in der weltweiten medizinischen Praxis immer häufiger, aber jeder Fall ist dennoch einzigartig. Die Ärzte führten tatsächlich einen chirurgischen Eingriff im Körper eines Babys durch, das sich noch in der Entwicklung befand, was enorme Präzision und Erfahrung erfordert. Nach dem Eingriff setzte Lisa die Schwangerschaft fort und in der 38. Woche wurde Luka auf natürliche Weise geboren.

Lisa erinnert sich daran, wie schwierig es war, den Eingriff zu überstehen, aber sie wurde vom medizinischen Team unterstützt, was ihr Hoffnung auf eine erfolgreiche Lösung gab. Nach der Geburt verbrachte Luca etwas mehr als eine Woche auf der Intensivstation, wo er sich mehreren zusätzlichen Operationen unterzog, um die Auswirkungen seiner Rückenmarksverletzung endgültig zu beheben.

Das Leben nach der Geburt

Heute macht Luca dank regelmäßiger Physiotherapiesitzungen beeindruckende Fortschritte. Seine Eltern sagen, dass seine körperliche Entwicklung gut voranschreitet und sie hoffen, dass er bald in der Lage sein wird, selbständig zu laufen. Trotz der Schwierigkeiten in den ersten Lebensmonaten ist der Junge auf dem besten Weg zu einer vollständigen Genesung.