Forschung: Verschiedene Geburtspositionen verändern die Beckenposition unterschiedlich
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Die Geburt ist eine der "härtesten" Prüfungen für den Körper: Die Belastung des Beckens, der Wirbelsäule, der Muskeln und Bänder verändert sich.
Doch wie die Forscher herausfanden, ist die Biomechanik der Wehen (d.h. was mit dem Körper während der Wehen und der Geburt geschieht) überraschenderweise kaum untersucht worden.
Ein Team der University of Lancashire (ehemals University of Central Lancashire) hat eine umfangreiche Untersuchung wissenschaftlicher Arbeiten durchgeführt und festgestellt, dass es keine einzige Studie gab, die die Biomechanik der Wehen direkt gemessen hat. Die Überprüfung umfasste 87 Studien, die sich alle nur auf die Schwangerschaft und nicht auf den Geburtsvorgang konzentrierten. Die Autoren stellen außerdem fest, dass es sich bei den meisten Studien um Beobachtungsstudien mit kleinen Stichproben handelt, in denen die verschiedenen Gruppen nur unzureichend vertreten sind: Nur in einer Studie wurde die ethnische Zugehörigkeit angegeben.
Warum das wichtig ist Biomechanische Faktoren werden mit dem Risiko von Verletzungen und Komplikationen für Mutter und Kind in Verbindung gebracht. Solange Ärzte und Hebammen nicht genau wissen, wie Haltungen und Techniken die Position des Beckens, der Wirbelsäule und der Weichteile verändern, beruht ein Großteil der Geburtshilfe auf Traditionen und Annahmen und nicht auf genauen Daten. Vor dem Hintergrund der in Großbritannien in den letzten Jahren geführten Diskussion über die steigende Müttersterblichkeit und die anhaltenden Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen finden die Autoren diese Lücke besonders beunruhigend.
Erster Schritt: Sie verglichen 7 "vertikale" Posen
Um die Lücke zu schließen, führten die Forscher ein Laborexperiment durch: Sie verglichen sieben gängige aufrechte Körperhaltungen mit Hilfe von zwei simultanen Motion-Capture-Technologien - markerbasiert(mit Kameras und Body Tags) und markerlos. An der Studie nahmen 15 gesunde, nicht schwangere Frauen teil (das ist wichtig: in der Arbeit geht es nicht um tatsächliche Arbeit, sondern um die grundlegende Mechanik der Haltungen).
Das Ergebnis: Die Posen unterscheiden sich stark in der "Geometrie" des Körpers. Zum Beispiel:
dietiefe Hocke ergab eine maximale Hüftbeugung und -streckung,
die B-Ball-Pose ergab die größte Vorwärtsneigung des Beckens,
auf allen Vieren - die ausgeprägteste Beckenkippung nach hinten,
die stehende Haltung ergab die stärkste Beugung des Oberkörpers.
Der Vergleich der Systeme zeigte, dass die markerlose Technologie an einigen Stellen mit dem "Goldstandard" übereinstimmt, aber in einigen Ebenen schlechter abschneidet (insbesondere bei den sagittalen und körperlichen Messungen), d.h. sie muss noch verbessert werden, wenn sie in der Klinik eingesetzt werden soll.
Die Autoren betonen, dass es sich hierbei nicht um eine klinische Empfehlung handelt, sondern um eine "Basis" für weitere Studien an schwangeren Frauen und vor allem für ethisch vertretbare Methoden zur Messung der Biomechanik während der tatsächlichen Geburt und in vielfältigeren Gruppen von Frauen.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.












