In der Nacht zum 5. Oktober hat Russland mehr als 50 Raketen und 500 Drohnen gestartet

In dieser Nacht war die Ukraine erneut einem kombinierten Angriff aus Russland ausgesetzt. Der Feind setzte Drohnen und verschiedene Arten von Raketen ein.

In der Nacht zum 5. Oktober hat Russland einen massiven Angriff auf die Ukraine gestartet. Dabei wurden mehr als 50 Raketen und etwa 500 Angriffsdrohnen eingesetzt. Dies teilte Präsident Volodymyr Zelenskyy mit und betonte, dass der Angriff kombiniert wurde und Dutzende von Regionen des Landes betraf.

Die Regionen Lwiw, Iwano-Frankiwsk, Saporischschja, Tschernihiw, Sumy, Charkiw, Cherson, Odessa und Kirowograd standen unter Beschuss. Zum Einsatz kamen Cruise Missiles, Shahed-Angriffsdrohnen und ballistische Dagger aus der Luft.

Nach neuesten Berichten wurden bei dem Angriff fünf Menschen getötet und etwa zehn weitere verletzt. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten vor Ort dauern an, wobei alle relevanten Dienste beteiligt sind. Präsident Zelensky sagte, er habe die Situation unter Kontrolle und erhalte täglich Berichte von Innenminister Ihor Klymenko, dem Minister für Gemeinde- und Gebietsentwicklung Oleksiy Kuleba, den Leitern der regionalen Militärverwaltungen und der Naftohaz-Leitung.

Russland greift erneut die Infrastruktur und alles an, was den Menschen ein normales Leben ermöglicht. Wir brauchen eine effektivere Verteidigung, vor allem im Bereich der Luftabwehr, um diesem Luftterror die Bedeutung zu nehmen", sagte Zelenskyy.

Er betonte, dass ein einseitiger Waffenstillstand am Himmel möglich sei und den Weg für eine echte Diplomatie öffnen könne. Er sagte, die USA und Europa sollten sich bemühen, den russischen Diktator Wladimir Putin zum Aufhören zu zwingen.

Lemberg hat unter dem Angriff besonders gelitten: Mehrere Stunden lang waren ununterbrochen Explosionen zu hören, ein Teil der Stadt war ohne Strom, die Stadtteile Ryasnoje und Lewandowka waren betroffen. In der Stadt brachen Brände aus, unter anderem im Sparrow-Industriepark, der laut Bürgermeister Andriy Sadovyy eine zivile Einrichtung ohne militärische Komponente ist.

Die Stadtverwaltung rät den Einwohnern, in den Häusern zu bleiben, die Fenster zu schließen und nicht sofort nach Ende des Luftalarms ins Freie zu gehen. Die Rettungsdienste arbeiten vor Ort daran, die Folgen des Angriffs zu beseitigen.