Künstliche Intelligenz macht sich auf die Suche nach Außerirdischen: Was sie bereits gefunden hat

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70 Jahre Jagd auf Außerirdische: Was Astronomen tatsächlich gefunden haben
21:00, 01.12.2025

Seit den 1950er Jahren hat die Menschheit ununterbrochen nach außerirdischem Leben gesucht - interplanetare Sonden gestartet, Meteoriten auf Moleküle untersucht, den Kosmos mit Radioteleskopen belauscht und UFOs studiert. Aber was wurde in diesen sieben Jahrzehnten eigentlich gefunden?



Ein Team unter der Leitung von Seyed Sina Seyedpour Layalestani von der Islamischen Freien Universität im Iran hat die bisher stärksten Beweise analysiert, von alten Weltraumfelsen bis hin zu Daten von Weltraummissionen, schreibt Universe today.

Die Arbeit wurde im International Journal of Astrobiology veröffentlicht.

Meteoriten: "Marker des Lebens" älter als das Sonnensystem

Eines der Schlüsselobjekte ist der Murchison-Meteorit, der 1969 in Australien niederging. Er wird auf ein Alter von etwa 7 Milliarden Jahren geschätzt - älter als unser Sonnensystem. Jüngste Analysen haben gezeigt, dass er alle fünf Nukleobasen enthält, aus denen die DNA und RNA bestehen: Adenin, Guanin, Thymin, Cytosin und Uracil.

Diese Moleküle sind extraterrestrischen Ursprungs, was die Vorstellung untergräbt, dass die "Bausteine" des Lebens ausschließlich auf der Erde entstanden sind.

Eine ähnliche Geschichte erzählt der Meteorit Orgei, der 1864 über Frankreich explodierte. In diesem kohlenstoffhaltigen Gestein fand man nicht nur Aminosäuren (wie Glycin und Alanin), sondern auch Strukturen, die Mikrofossilien ähneln - Miniaturformen, die magnetotaktischen Bakterien aus den Ozeanen der Erde ähneln. Zunächst hielten Wissenschaftler sie für Verschmutzungen oder mineralische Artefakte, aber neue Forschungen haben ihre außerirdische Natur bestätigt.

Wasser und organische Stoffe im Sonnensystem

Raumsonden haben die Suche weit über Meteoriten hinaus ausgedehnt. Mars-Rover haben Hinweise auf fließendes Wasser und Eis gefunden, und der Phoenix-Lander hat das Vorhandensein von Wassereis nur drei Zentimeter unter der Marsoberfläche bestätigt.

Die Cassini-Sonde fand mächtige Eisgeysire und eisige Strukturen auf dem Saturntrabanten Enceladus. All diese Funde zeigen: Die wichtigsten Voraussetzungen für Leben - Wasser, organische Verbindungen und Energiequellen - sind im Sonnensystem viel weiter verbreitet als bisher angenommen.

Radioteleskope haben mehr als hundert organische Moleküle in interstellaren Gas- und Staubwolken identifiziert, darunter Aminosäuren und Nukleinsäurekomponenten. Dies stärkt die Panspermie-Hypothese: die Idee, dass die "Bausteine des Lebens" im gesamten Weltraum verstreut sind und Planeten in der ganzen Galaxie befruchten könnten.

Aber was ist mit intelligenten Außerirdischen?

Trotz jahrzehntelanger UFO-Berichte und der Arbeit von SETI-Programmen, die Signale ins All senden und den Himmel abhören, gibt es immer noch keine bestätigten Beweise für außerirdische Zivilisationen.

Für die meisten UFO-Sichtungen gibt es schließlich die üblichen Erklärungen, von Kugelblitzen über atmosphärische Anomalien bis hin zu Plasmaphänomenen in der oberen Atmosphäre. Die skandalösen "außerirdischen Körper", die 2023 im mexikanischen Parlament gezeigt wurden, wurden von Wissenschaftlern schnell als künstliche Konstrukte erkannt.

Das Hauptproblem ist heute nicht das Fehlen von "Zutaten des Lebens", sondern die Tatsache, dass noch nicht nachgewiesen werden konnte, dass sich diese Zutaten irgendwo tatsächlich zu lebenden Organismen zusammengefügt haben. Der Fund von DNA-Bestandteilen in alten Meteoriten bedeutet nicht, dass es dort Bakterien gab - nur, dass die für das Leben notwendige Chemie im Weltraum natürlich vorkommt.

Künstliche Intelligenz bei der Suche nach Leben

In den letzten Jahren ist die künstliche Intelligenz ins Spiel gekommen. Neue Algorithmen helfen dabei, die chemische Zusammensetzung von Meteoriten zu analysieren und organische Stoffe biologischen Ursprungs von abiogenen zu unterscheiden.

Maschinelles Lernen wird eingesetzt, um das Rauschen in Radiosignalen herauszufiltern und mögliche Biosignaturen in den Atmosphären von Exoplaneten zu erkennen. Wo das menschliche Auge und das Gehirn bei der Bewältigung riesiger Datenmengen und subtiler Muster versagen, erweist sich die KI als besonders effektiv.

Das Ergebnis von sieben Jahrzehnten

Nach über 70 Jahren der Suche haben Wissenschaftler zuversichtlich gezeigt:

  • "Die Bausteine des Lebens sind über den gesamten Kosmos verteilt;

  • wasser und organische Moleküle sind auf vielen Körpern im Sonnensystem zu finden;

  • die Chemie, die für die Entstehung von Leben notwendig ist, kommt auf natürliche Weise außerhalb der Erde vor.

Aber die große Frage bleibt: ob diese Fragmente in der Lage waren, sich irgendwo zu lebenden Organismen zu formen - mikroskopisch oder intelligent. Dies bleibt eines der faszinierendsten Rätsel des Universums.

Mykola Potyka

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.

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